Microsoft sieht rot bei Entertainment-Sparte

3. März 2006, 13:56
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293 Millionen Verlust trotz starker Nachfrage nach Spielkonsolen

Trotz oder gerade wegen der enormen Nachfrage nach der Xbox 360 im Weihnachtsgeschäft hat die Home and Entertainment-Sparte von Microsoft im vorigen Quartal rote Zahlen geschrieben. "Wir haben eine unglaubliche Nachfrage nach den neuen Produkten verzeichnet", sagte Microsoft-Sprecher Thomas Lutz im Gespräch mit pressetext. Auch in Österreich habe es im Weihnachtsgeschäft einen enormen Run etwa auf die Xbox 360 gegeben. Teilweise standen die Kunden aber vor leeren Regalen. "Wir müssen jetzt in der Produktion Gas geben", erklärte Lutz, angesprochen auf die Lieferengpässe.

1,5 Millionen Stück abgesetzt

Insgesamt hat Microsoft im abgelaufenen Quartal 1,5 Mio. der Spielkonsolen abgesetzt, davon 900.000 in Nordamerika und 500.000 in Europa, Afrika und dem Nahen Osten (EMEA). Auf dem wettbewerbsintensiven Markt Japan, wo Sony und Nintendo die Beliebtheitsskala anführen, gingen nur 100.000 der neuen Xbox-Konsolen über die Ladentische. Damit konnte Microsofts Home and Entertainment-Sparte, in die auch das Spielkonsolensegment gerechnet wird, zwar ein sattes Umsatzplus von 13 Prozent auf 1,56 Mrd. Dollar verzeichnen, erwirtschaftete damit aber einen Verlust von 293 Mio. Dollar.

Schwarze Zahlen

Erstmals mit schwarzen Zahlen präsentierten sich dagegen die Bereiche Mobile and Embedded Devices und Microsoft Business Solutions. In den Kernbereichen Software und Serverprodukte konnte Microsoft sowohl beim Umsatz als auch beim Segmentergebnis zulegen. "Die Nachfrage nach unseren Desktop- und Serverprodukten war im abgelaufenen Quartal speziell auf der Geschäftskundenseite hoch. Wir haben bei unseren erst kürzlich auf den Markt gebrachten Serverprodukten einen erheblichen Absatz und zunehmendes Interesse der Kunden verzeichnet", sagte Microsoft-COO Kevin Turner. Der Konzernumsatz kletterte im abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut neun Prozent auf 11,84 Mrd. Dollar. Den Nettogewinn konnte Microsoft immerhin um fünf Prozent auf 3,65 Mrd. Dollar oder 0,34 Dollar pro Aktie verbessern.

Erwartungen

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Microsoft mit Umsätzen zwischen 10,9 und 11,2 Mrd. Dollar. Das operative Ergebnis soll sich auf 4,5 bis 4,6 Mrd. Dollar belaufen. Für das Gesamtjahr hat Microsoft seinen Prognoserahmen sogar leicht angehoben und erwartet nun einen Umsatz in Höhe von 44 bis 44,5 Mrd. Dollar. Beim Ergebnis stellt Microsoft zwischen 17,9 und 18,3 Mrd. Dollar in Aussicht. Der Gewinn soll sich zwischen 1,28 und 1,31 Dollar pro Aktie einpendeln.(pte)

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