"Konstruktive Gespräche", aber keine Fortschritte

9. März 2006, 19:06
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Dem ersten Treffen der Mobtel-Arbeitsgruppe am Freitag in Belgrad werden weitere folgen

Belgrad - In Belgrad hat in der Causa Mobtel am Freitag das erste Treffen der gemischten serbisch-österreichischen Arbeitsgruppe stattgefunden, die eine Lösung im Streit um den Entzug der Betriebslizenz des Mobilfunkers finden soll. Inhaltliche Beschlüsse wurden Freitag Nachmittag nicht gefasst, die Gespräche seien jedoch "äußerst konstruktiv" verlaufen und es gebe die klare Bereitschaft, eine Lösung zu finden, die für beide Seiten akzeptabel sei, hieß es aus Verhandlerkreisen gegenüber der APA.

Die angepeilte Lösung müsse einerseits die österreichischen Investitionen sichern, andererseits aber auch der serbischen Regierung ermöglichen, ihr Gesicht zu wahren, hieß es. Da die Auseinandersetzung zwischen der serbischen Regierung und dem früheren Mobtel-Miteigentümer Bogoljub Karic sehr emotional geführt werde, sei die Gefahr von Kollateralschäden sehr groß.

Gorbach, Schlaff, Nemsic waren dabei

Die österreichische Seite war beim heutigen Treffen durch Vizekanzler Hubert Gorbach (BZÖ), Mobtel-Miteigentümer Martin Schlaff und Mobilkom-Austria-Chef Boris Nemsic vertreten. Die serbische Delegation bestand aus Wirtschaftsminister Predrag Bubalo, Investitionsminister Velimir Ilic und Finanzminister Mladjan Dinkic sowie einem Vertreter des serbischen Mobtel-Miteigentümers, der staatlichen Postgesellschaft PTT.

Das nächste Treffen der Arbeitsgruppe wurde für nächste Woche anberaumt und soll wie die folgenden Gespräche auf operativer Ebene geführt werden, hieß es aus Verhandlerkreisen. (APA)

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