Von der Privatsphäre der "Fraggles"

3. März 2006, 15:24
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"Absolutes Fotoverbot" - mit einer Ausnahme: das "Seitenblicke-Magazin"

Er meine, erklärte Markus Suritsch Donnerstagabend, das ernst. Er und seine Koveranstalter (Ewald Mühl, Shahin Nejad und Leo Wieninger) wüssten, „dass VIPs ungestört feiern wollen“. Deswegen, so der Veranstalter des neuen 70er-Donnerstagsclubs „Private“ im Wiener „Take Five“, herrsche „absolutes Fotoverbot.“ Privatsphärehalber. Mit einer Ausnahme: „Das Seitenblickemagazin darf fotografieren.“ Aber das sei ebenso wenig absurd wie der Umstand, dass TV-Teams im Club „selbstverständlich filmen dürfen.“

Wie unangenehm dem Clubvolk das Partyfotoposieren ist, erlebte die Seitenblickemagazin-Fotografin dann eben exklusiv: Die „Fraggles“ („Es gibt A-, B- und CPromis – und dann die Leute, die glauben, wichtig zu sein: Fraggles,“ referierte eine Gesellschaftsreporterin) drängelten sich um sie. Und irgendwann fragte ein entnervter Türsteher ein Fernsehteam, ob man noch auf Mitarbeiter warte: Draußen produziere sich ein Herr. Er sei „wegen der TV-Interviews“ hier. Es war ein „Ober-Fraggle“ – und die wissen eben, dass Events, bei denen ihre Gegenwart nicht dokumentiert wird, unmöglich erfolgreich sein können.

Blau-Max

Wiener Lieder mit Stromgitarre haben ihren Reiz – vor allem, wenn die Texte über Strizzis und Pülcher vom Ex-Leiter des Sicherheitsbüros, Max Edelbacher, übersetzt und mit Anekdoten angereichert werden. Und wenn, wie im „Schutzhaus Zukunft“, Seitenhiebe auf die Polizeireform dazukommen, verfliegt der Wiener Blue(s), so der Name der Band, die jetzt auf Tour geht, hurtig. (moe, DER STANDARD Printausgabe, 28./29.01.2006)

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    foto: rott
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