Eiskalter Winter widerspricht der weltweiten Klimaerwärmung nicht

12. Juli 2006, 14:33
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Experten bei Kolloquium in Genf: Arktische Temperaturen ohne Zusammenhang mit globalem Klimawandel

Genf - Die derzeitige Eiseskälte in Europa steht keineswegs im Widerspruch zu der weltweit registrierten Klimaerwärmung durch Treibhausgase. Wie der Klimaforscher Martin Beniston von der Universität Freiburg in der Schweiz am Rande eines wissenschaftlichen Kolloquiums in Genf mitteilte, kann ein einzelner kalter Winter in einem Teil der Welt den seit Jahrzehnten zu beobachtenden allgemeinen Trend zur Erwärmung des Weltklimas nicht umkehren.

Auch für Michel Jarraud, Generaldirektor der Weltorganisation für Meteorologie (WMO), handelt es sich bei den arktischen Temperaturen in Russland und Osteuropa eher um eine Einzelepisode ohne Zusammenhang mit dem globalen Klimawandel. Was sich auf lange Sicht abzeichne, sei die weltweite Klimaerwärmung. Im 20. Jahrhundert sei die Temperatur im internationalen Durchschnitt um 0,6 Grad Celsius angestiegen. Auswirkungen wie das Ansteigen des Meeresspiegels und das Abschmelzen der Gletscher seien schon jetzt spürbar.

Veranstalter des bis Freitag dauernden fünftägigen Kolloquiums über den Klimawandel ist die Europäische Stiftung für die nachhaltige Entwicklung der Regionen (FEDRE), eine unter anderem vom Europarat finanziell unterstützte Schweizer Nicht-Regierungsorganisation. (APA)

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Fedre
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