Studie lobt heimische Wohnbauförderung

4. April 2007, 12:53
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Expertise der Forschungsgesellschaft für Wohnen, Bauen und Planen, der Austrian Energy Agency und der TU Wien - Mit Download

Eine im vergangenen August präsentierte Studie über die Wohnbauförderung der Bundesländer spricht den mehr als zwei Milliarden Euro schweren jährlichen Subventionen für Neubau und Sanierung ökologische, ökonomische und soziale "Nachhaltigkeit" zu.

Weil die umstrittene Wohnbauförderung seit Mitte der Neunzigerjahre nominell nicht mehr erhöht worden ist, hat sich der Anteil der Wohnbauförderung an der Wirtschaftsleistung allerdings von 1,3 auf 1 Prozent des BIP verringert, schreiben die Autoren der Studie, Andreas Oberhuber, Wolfgang Amann und Sandra Bauernfeind.

Schwerpunkt auf Objektförderung

Das viel kritisierte österreichische System mit seinem Schwerpunkt auf der so genannten Objektförderung führe sozial zu einer hohen Qualität der Wohnungen und hoher Wohnzufriedenheit bei einer nur "moderaten Kostenbelastung". Seit Mitte der Neunziger Jahre stagnierten die Baukosten im Mietwohnungsbereich, was zu einem guten Teil Folge der Wohnbauförderung sei. Aus ökologischer und energetischer Sicht hätten die Veränderungen der Förderkriterien in den vergangenen Jahren zu mehr energetisch effizientem Wohnbau geführt.

Die Studie (siehe Kasten links), ein Mittelding aus Expertise und Nachschlagewerk, listet u.a. sämtliche Förderungsmodelle aller Bundesländer auf. Sie wurde in Zusammenarbeit der Forschungsgesellschaft für Wohnen, Bauen und Planen (FGW), der Austrian Energy Agency und der TU Wien erarbeitet. Auftraggeber ist das Ministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT). (APA)

Studie "Benchmarking Nachhaltigkeit in der Wohnbauförderung der Bundesländer" (pdf, 2,3 MB)
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