Opera Mini: Mobiler Webbrowser zieht in die Welt hinaus

21. März 2006, 12:40
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Verschiedene Geschäftsmodelle sollen Distribution sichern

Der norwegische Browser-Entwickler Opera treibt die Verbreitung seines für mobile Anwendungen adaptierten Browsers Opera Mini zügig voran. Nach dem erfolgreichen Start der Applikation in den skandinavischen Ländern und Deutschland im vergangenen Herbst erfolgt am Dienstag, der Startschuss zur weltweiten Distribution. Die Applikation verbraucht kaum Speicherplatz und eignet sich folglich auch für ältere Handymodelle. Opera bietet die Software kostenlos über WAP mini.opera.com bzw. für eine kleine Gebühr über SMS zum Download an.

Unglaublich

"Seit dem Start vor wenigen Monaten in Deutschland und Skandinavien hat es Opera Mini auf die unglaubliche Zahl von einer Million Anwendern gebracht", zieht Eskil Sivertsen, Public Relations Manager von Opera, im Gespräch mit pressetext Bilanz. In einem nächsten Schritt werde man den Browser nun auch in allen übrigen Ländern zugänglich machen. Das kostenlose Angebot über die eigene Homepage stelle dabei allerdings nur eines von mehreren Geschäftsmodellen dar, die in den kommenden Monaten umgesetzt werden sollen, so Sivertsen.

Mächtig

"Mobiltelefonierer in den USA weisen eine komplett andere Handynutzung als Europäer oder Asiaten auf. Sie sind gewohnt, Applikationen und Content direkt von den Netzbetreibern zu bekommen, was jene mit einer mächtigen Position ausstattet", meint Sivertsen weiter. Es sei deshalb sehr wichtig die Betreiber vom eigenen Angebot zu überzeugen. Eine weitere Möglichkeit stellt Sivertsen zufolge auch die Vorinstallation bei diversen Handymodellen dar - eine Strategie, mit der Opera im Smartphone-Bereich bereits einige Erfolge feiern konnte.

Small-Screen-Renderin

Opera Mini basiert auf denselben Small-Screen-Rendering- Technologien, die Opera bei seiner Smartphone-Applikation einsetzt. Damit können HTML-Seiten auf kleinen Handybildschirmen adäquat dargestellt werden. Der Unterschied der Mini-Version liegt darin, dass die Applikation keine Vollinstallation darstellt sondern nur als Java-basierter Client funktioniert. Der Arbeitsprozess findet extern auf einem Server statt, auf den der Client zugreift. Damit lässt sich der Speicheraufwand für das jeweilige Handygerät minimieren.(pte)

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