Kleines sizilianisches Orangenlexikon

5. Oktober 2006, 11:53
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Sizilien ist das größte Anbaugebiet für Tarocco-Orangen. Daneben werden vor allem Sanguinelle (Blutorangen) und Navels angebaut

Tarocco gehören zu den Halbblutorangen: Sie haben zwar rötlich gefärbtes Fruchtfleisch, ihre Schale aber ist orange. Tarocco haben ein tolles Aroma und nur wenig Bitterstoffe, sind also milder als Moro-Vollblutorangen.

Die beste Reifung erfahren Orangen am Baum. Je länger sie hängen, desto niedriger ist der Säuregehalt und desto höher der Zuckeranteil. Deshalb werden Orangen erst kurz vor dem Transport gepflückt und kühl gelagert, um Schimmelbildung an der Schale zu vermeiden. Orangen bekommen nur dann ihre orange Farbe wenn die Temperatur in der Nacht niedrig genug ist, so wird Chlorophyll freigesetzt und sorgt für die Färbung der Schale. Orangen, die keinen Temperaturschwankungen ausgesetzt werden, reifen zwar innerlich, die Schale jedoch bleibt grün.

Orangen bestehen zu 85% aus Wasser. Sie sind besonders reich an Vitamin C, Carotin und B-Vitaminen. Es gibt ca. 400 verschiedene Sorten, allerdings haben nur rund 30 weltweit eine größere wirtschaftliche Bedeutung.

Sizilien ist das größte Anbaugebiet für Tarocco-Orangen. Daneben werden vor allem Sanguinelle (Blutorangen) und Navels angebaut, von denen es wiederum zwei Hauptsorten gibt: Valenzia und Brasilanos. Während Tarocci, Sanguinelli und Valenziani das beste Klima in den Regionen Catania und Siracusa vorfinden, wachsen die Brasiliani hauptsächlich in der Provinz Agrigento.

  • Frisch gepflückt in Paternò: Tarocci, unbehandelt
    foto: vene maier

    Frisch gepflückt in Paternò: Tarocci, unbehandelt

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