Internationaler Appell an Japan zum Walfang-Stopp

14. Juni 2006, 11:35
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17 Staaten schickten entsprechende Demarchen an japanisches Außenministerium - auch Österreich darunter

Wellington - 17 Staaten, darunter auch Österreich und Deutschland, habe auf diplomatischem Wege ein Ende des japanischen Walfangprogramms gefordert. Unter der Führung Brasiliens seien entsprechende diplomatisches Schreiben, so genannte Demarchen, an das Außenministerium in Tokio und die japanische Fischereibehörde geleitet worden, teilte der neuseeländische Fischereiminister Jim Anderton am Mittwoch in Wellington mit. Japan plant den Angaben zufolge, in dieser Fangsaison zu "wissenschaftlichen" Zwecken bis zu 935 Zwergwale im Südpolarmeer zu erlegen.

"Es gibt keine wissenschaftliche Rechtfertigung, tödliche Methoden einzusetzen, um an Informationen über den Walbestand zu gelangen", betonte Anderton. In dem diplomatischen Schreiben heißt es, es werde "zutiefst bedauert", dass in den 18 Jahren seit Bestehen des Walfangprogramms mehr als 6800 Zwergwale in antarktischen Gewässern erlegt worden seien. Das Vorgehen Japans untergrabe internationale Anstrengungen, Wale zu schützen und zu erhalten.(APA/dpa)

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