"Wer Frauen ausbeutet, muss die Rote Karte bekommen"

6. März 2006, 19:20
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Zwangsprostitution: Kampagne der Rheinischen Evangelischen Frauenhilfe plädiert für "Fair Sex" bei Fußball-WM

Bad Neuenahr - Für "Fair Sex" bei der Fußball- Weltmeisterschaft will sich die Evangelische Kirche einsetzen. Während der WM werde das Problem der Zwangsprostitution "in besonderer Weise brisant sein", hieß es am Donnerstag bei der Landessynode der Kirche im Rheinland in Bad Neuenahr. "Wer Frauen ausbeutet, muss die Rote Karte bekommen", betonte Präses Nikolaus Schneider. Nach dem Willen der Synode muss die Kirche über das heikle Thema mit VertreterInnen von Sport, Politik und Gesellschaft sprechen.

"Fair Sex WM 2006"

Nach ExpertInnenschätzungen kämen während der Fußball-WM rund 40.000 Frauen als Zwangsprostituierte ins Land, sagte Schneider. "Weder wir als Kirche noch die Fifa dürfen diese ausgebeuteten Frauen ihrem Schicksal überlassen", forderte der oberste Repräsentant der zweitgrößten deutschen Landeskirche. Deswegen müsse die Kampagne "Fair Sex WM 2006" der Evangelischen Frauenhilfe unterstützt werden. (APA/dpa)

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    Mit der Kampagne "Fair Sex WM 2006" der Evangelischen Frauenhilfe soll Zwangsprostituierten geholfen werden.
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