Stromfressern den Garaus machen

13. Mai 2006, 19:10
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100 Euro sparen? Kein Problem! Wie jeder Haushalt mit einfachsten Mitteln bares Geld sparen kann, haben Arno Gasteiger (Salzburg AG) und Sepp Eisl (Energie-Landesrat) heute, 10. Jänner 2006, gezeigt.

Sparen ohne Komfortverlust

Ohne Investitionen und Komfortverlust könne sich ein durchschnittlicher Salzburger Haushalt im Jahr bis zu 100 Euro sparen, erklärt Landesrat Eisl. "Bei 120.000 Salzburger Mehrpersonen-Haushalten entspricht das 12 Millionen Euro und etwa 72 Millionen kWh – soviel Strom, wie ein Salzachkraftwerk pro Jahr produziert," so Eisl weiter. Durch Kleinigkeiten wie dem Abschalten von ungenutzten Geräten statt ständigem Stand-by-Betrieb oder durch Energiesparlampen kann man schon einiges sparen.

Stromverbrauch steigt

In Österreich steigt der Stromverbrauch pro Jahr um etwa 2 Prozent - auch diese Menge entspricht etwa der jährlichen Stromproduktion eines Salzachkraftwerkes. Wachsender Wohlstand, immer mehr Elektrogeräte und höherer Lebensstandard sind die Gründe dafür. Geräte wie Videorekorder oder Computer sind oft den ganzen Tag in Betrieb, obwohl sie nicht gebraucht werden. Auch Singlehaushalte – in Salzburg gibt es etwa 90.000 – tragen zum wachsenden Stromverbrauch bei. Hier liegt das Einsparungspotential bei rund 60 Prozent.

Stromkosten steigen

Die Energiepreise steigen in Folge der Ölpreisentwicklung stetig. Jedes Jahr ein neues Kraftwerk bauen, teuren Strom an der europäischen Strombörse kaufen oder Einsparungspotentiale nutzen – das sind die Möglichkeiten, den Mehrverbrauch abzufedern. "Wir wollen zufriedene Kunden, die unser Produkt, den Strom, effizient nutzen. Aber wir wollen auch einen Beitrag zum Erreichen der Ziele des Salzburger Energieleitbildes und einen Beitrag gegen die Importabhängigkeit leisten. Strom zu Spitzenzeiten zu importieren, ist sehr teuer," so Arno Gasteiger, Vorstandssprecher der Salzburg AG.

Viele Einsparungsmöglichkeiten

"Durch kleine Dinge, wie etwa dem Kochen mit Topfdeckeln oder dem richtigen Wandabstand des Kühlschranks, kann ich eine Menge Geld sparen. Das kommt nicht nur dem Geldbeutel, sondern auch der Umwelt zugute," so Eisl. Einer der größten Stromfresser mit einem Anteil von 2 Prozent des gesamten Stromverbrauchs ist der Standby-Betrieb von Geräten. Hier könnten in jedem Haushalt etwa 50 Euro pro Jahr gespart werden. Da viele Geräte keinen Ausschalter haben, sollten schaltbare Mehrfach-Stecker verwendet und so die Geräte vom Stromnetz getrennt werden.

Die konkreten Einsparungsmöglichkeiten für den eigenen Haushalt kann man sich auf der Kampagnen-Website (siehe Kasten) berechnen lassen. Zur Messung des Standby-Verbrauches stellt die Salzburg AG Messgeräte zur Verfügung, erhältlich sind diese bei der Energieberatung Salzburg (siehe Kasten). Die Kampagne läuft bis 18. Februar 2006, bei der Finalveranstaltung im Rahmen der Messe "Bauen & Wohnen" im Messegelände Salzburg gibt’s einen Gutschein für einen durchschnittlichen Strom-Jahresbedarf zu gewinnen. (hol)

Viele praktische Tipps und Informationen, wie unnötiger Stromverbrauch vermieden werden kann, gibt es auf der eigens eingerichteten Website zur Kampagne und bei der Salzburger Energieberatung.
  • Artikelbild
    johanna holzmann
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