Österreichischer Wein für EU-Parlament

13. Juli 2006, 17:19
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Grüner Veltliner von Hiedler, Blaufränkisch von Krutzler und Riesling Smaragd vom Weingut Prager sind neu auf der Getränkekarte

Eisenstadt - Europa ist die nächsten sechs Monate nicht nur in Österreich zu Gast - auch im Europäischen Parlament in Brüssel lässt sich Österreichisches, nämlich Wein aus Niederösterreich und dem Burgenland, genießen. Im Rahmen der EU-Präsidentschaft sei auf der Getränkekarte des Europäischen Parlaments erstmals Wein aus Österreich zu finden sein, so die SPÖ-Delegation des Europäischen Parlaments.

Ein Blaufränkisch aus dem Burgenland sowie zwei Weiße, ein Grüner Veltliner und ein Riesling Smaragd aus Niederösterreich wurden auf die offizielle Karte im Europäischen Parlament gesetzt. Überrascht über diese Neuigkeit, dass sein Grüner Veltliner 2003 zu jenen drei Weinen zählt, zeigte sich Ludwig Hiedler aus Langenlois im Gespräch mit der APA, denn die Lieferung an das Parlament dürfte über den belgischen Importeur erfolgt sein.

Ausgewählt wurde auch der Riesling Smaragd aus der Lage Steinriegl 2004 vom Weingut Prager aus Weissenkirchen in der Wachau. Betriebsleiter Toni Bodenstein kann sich erinnern, dass vor rund einem Jahr ein Aviso an die Weingüter erging betreffend einer Verkostung. 100 Flaschen des Riesling wurden bereits geliefert, insgesamt bestehe auf 360 Option.

"Feinkostladen Österreich"

"Die Herkunft steckt in flüssiger Form in der Flasche. Der Riesling Smaragd Steinriegl ist ein Botschafter der Region und des Jahrgangs. Es freut uns sehr dass er ausgewählt wurde, denn es zeigt, dass Österreich durchaus auch beim Wein ein Feinkostladen ist", erklärte Bodenstein.

Aus Deutsch-Schützen im Südburgenland - bekannt für seine Rotweintradition - stammt ein Blaufränkisch 2003 vom Weingut Krutzler. Der Familienbetrieb besteht in der fünften Generation und arbeitet seit Jahrzehnten fast ausschließlich mit Roten. Der Blaufränkisch wächst auf schweren, tiefgründigen Böden und die Aromen von Kirschen und Beeren würden ihn zum klassischen Blaufränkisch machen, erklärte Reinhold Krutzler. Es handle sich übrigens um den beliebtesten Krutzler-Wein.

Die EU-Abgeordnete Christa Prets habe die ständige österreichische Vertretung in Brüssel auf die Möglichkeit hingewiesen, österreichische Weine im Europäischen Parlament anzubieten. Mit dem Auswahlverfahren selbst sei sie jedoch nicht betraut gewesen, sagte die Abgeordnete auf Anfrage der APA. "Die ausgewählten Weine werden den Abgeordneten verstärkt vor Augen führen, dass Österreichs Weine im Europäischen Spitzenfeld liegen. Für die österreichischen Weinbauern ist es eine weitere Gelegenheit, sich durch ihre Produkte einem internationalen Publikum zu präsentieren", so Prets. (APA)

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    foto: eu
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