Sony-Chef: Steve Jobs war "schlauer"

27. März 2006, 15:09
5 Postings

Howard Stringer gesteht Fehler des Konzerns ein - Man hab zu stark auf das eigene Plattenlabel gehört

Überraschend offen und selbstkritisch hat sich Sony-Boss Howard Stringer in einem Interview mit dem US-Fernsehsender CBS gezeigt: Apple-Boss Steve Jobs sei ein stetiger Dorn im Auge des Unterhaltungkonzerns, denn er würde ihn an die eigenen Fehler in der Vergangenheit erinnern.

Aufwachen

Der iPod so etwas wie eine Wachrütteln für seine Firma gewesen, so Stringer weiter. Es stehe außer Frage, dass Jobs in Fragen Software "schlauer" als Sony gehandelt habe. Man müsse aber auch ehrlicher Weise sehen, dass der iPod nur ein Produkt sei, während Sony tausende auf dem Markt habe.

Fehler

Doch nicht nur im Zusammenhang mit dem Apple-Boss gestand Stringer Fehler ein, auch im Zusammenhang mit dem Musikgeschäft sei in der Vergangenheit falsch gelaufen. So habe man viel zu stark auf die Wünsche des eigenen Plattenlabels gehört, und es den KundInnen zu schwer gemacht ihren Wunsch nach dem Kaufen und Kopieren von Musik zu ermöglichen. Man habe versucht ein "sicheres" Vehikel (zur Verbreitung der Musik, Anm.) zu haben, die Annahme so etwas haben zu können sei aber schlicht ein Mythos - und auch ein Fehler, so Stringer in Anspielung auf die Kopierschutzquerelen der letzten Wochen rund um manche Audio-CDs von Sony BMG.

Alles wird besser?

Für die Zukunft verspricht Stringer jedenfalls Besserung: Man habe das eigene Angebot analysiert und die Firmenstruktur angepasst, um künftig wieder vermehrt "herausragende Produkte" abliefern zu können. (red)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Sony-Boss Howard Stringer, derzeit auf großer Einsichtigkeits-Tour

Share if you care.