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Altstadt-Moderne

5. Juli 2006, 09:18

Die Adaptierung historischer Bausubstanz für zeitgenössische Nutzungen ist schwer genug. Wenn sie auch unter Beachtung energietechnischer und ökologischer Aspekte gelingt, wird sie zu einem Vorbild für die Zukunft.

Zubau aus Holz

Das Architektenteam aus Steyr hat an einem Wohnhaus nachgewiesen, dass die Forderung nach niedrigem Energiebedarf sowohl für die Errichtung als auch den Betrieb eines Gebäudes ebenso in Einklang mit den Anliegen der Denkmalpflege zu bringen ist, wie andere moderne Nutzungsanforderungen. Denn der Zubau, welcher das Volumen des in seinem Ursprung mittelalterlichen Hauses verdoppelt, ist aus Holz – einem nachwachsenden Baustoff – konstruiert, während der Energiebedarf der Anlage auf einen Bruchteil gesenkt werden konnte.



Ausblick auf den Fluss

Der Straße zeigt das Gebäude ein fast unverändertes Gesicht. Nur die beiden äußeren Fenster des in der Barockzeit mit einer Scheinfassade aufgestockten Hauses sind nicht mehr blind, sondern öffnen dem nun ausgebauten Dachboden zusätzlichen Ausblick auf den Fluss.

Mittelalterliche Atmosphäre

Beim Betreten des Gebäudes umfängt den Besucher durchaus mittelalterliche Atmosphäre. Ein geräumiges Vorhaus, das die ehemalige Durchfahrt in den Hof einnimmt, dann ein Flur und ein Raum mit vier hölzernen Kastenfenstern bilden den Kern des überlieferten Bestandes. Die äußeren Flügel der Fenster sind alt. Die inneren rüsten den Bauteil ohne allzu große Abstriche an den denkmalpflegerischen Aspekten der Sanierung auf das Niveau zeitgemäßer Wärmedämmwerte nach.

Schuppen als Schlafraum

Der rechtwinkelig an das Hauptgebäude angesetzte, teils neu erbaute Trakt legt kein Gewicht auf eine genaue Datierbarkeit seiner Entstehung. Ein ehemaliger Schuppen wurde zum Schlafraum umgedeutet, weitere Zimmer reihen sich daran. Ausschließlich als Schlafräume genutzt und daher klein gehalten öffnen sie sich alle auf den ruhigen Gartenhof, den der steil aufragende Hang begrenzt. Eine Situation, die nachhaltig Gültigkeit hat.

L-förmiger Wohnraum

Der Aufstieg über die lange Rampe, welche den Gang zu den Schlafzimmern flankiert, ist – im bewussten Kontrast zum Dämmer des Erdgeschosses - ein Weg ins Licht und in die wesentlich weitläufigeren Raumvorstellungen der Moderne. Ein L-förmiger Wohnraum nimmt unter Verzicht auf trennende Wände das gesamte Obergeschoss des Neubaues und den ehemaligen Dachboden des alten Hauses ein. Er öffnet sich zur Gänze verglast auf den Garten und überblickt mit seinen vorgefundenen Fenstern die Enns, sodass die Vielfalt der Stadtlandschaft zu einem wichtigen Bestandteil des Wohnens wird.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Architektenteam:
Hertl.Architekten
Tel: 07252-469 44
Fax: 07252- 473 63
EMail: steyr@hertl-architekten.com
Homepage: www.hertl-architekten.com
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