In vino veritas

7. Februar 2006, 15:25
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Der Kult rund um den Wein wird auch aus wirtschaftlichen Gründen gepflegt. Ein neues Buch deckt die 50 größten Wein-Lügen auf + Gewinnspiel

Im Wein liegt die Wahrheit, rund um den Wein geht es aber nicht immer ehrlich zu. Ein fachkundiges Journalisten-Trio ist nun den größten Lügen um den edlen Tropfen nachgegangen. "Die 50 größten Wein-Lügen", ist ein Buch für alle Weingenießer, die sich nicht mehr an den Versprechen der Starwinzer, Gesundheitsapostel oder Marketingstrategen verschlucken möchten. Denn "der Kult um den edlen Tropfen wird auch aus wirtschaftlichen Gründen gehegt und gepflegt", so die Autoren.

Profiverkoster und Partygänger

In dem Buch wird auch mit zahlreichen Mythen rund um Wein und Essen aufgeräumt. Studien zeigen, wie massiv etwa Profiverkoster durch ihre eigene Wahrnehmung irregeführt werden. Außerdem muss zu Fisch nicht automatisch Weißwein serviert werden und Prosecco ist nicht der italienische Ausdruck für Sekt. Partygänger dürfte wiederum interessieren, dass es leider kein wirklich hilfreiches Mittel gegen einen Kater gibt und was es tatsächlich mit Sex und Weinkonsum auf sich hat.

Praktiken in Weinkeller, Weingärten und Weinhandel

Darüber hinaus nehmen die Autoren Markus Groll, Florian Holzer und Luzia Schrampf die Praktiken in Weinkeller, Weingärten und Weinhandel in der zunehmenden Globalisierung der Weinwirtschaft wissenschaftlich fundiert unter die Lupe: Egal ob es um den mysteriösen Begriff "Terroir" geht, geheimnisvolles "Weindesign", das angeblich "strengste Weingesetz der Welt" in Österreich oder Qualitätsweine in Supermärkten. (apa/red)

Groll, Holzer, Schrampf "Die 50 größten Wein-Lügen", Die gängigsten Irrtümer rund um Winzer, Weinkarten und Vinotheken, Hubert Krenn VerlagsgesmbH, ISBN 3-902351-84-5
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