Kristall, begehbar

9. März 2006, 14:40
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Mit der Gestaltung eines Badezimmers erweitert der Kristallkonzern Swarovski seine Produktpalette um einen Feuchtraum de luxe

"Das Badezimmer dient nicht mehr dazu, sich zu waschen - das Badezimmer ist dazu da, sich zu erfreuen", sagte Philippe Starck. Der Multidesigner drückt damit aus, was Trend ist: Die Gestaltung des Bades befindet sich im Umbruch.

Im Zuge der Aufwertung der eigenen vier Wände als Rückzugsbereich und als Spielwiese zur Selbstverwirklichung entstehen exklusive und großräumige Badkonzepte, auf die sich die kreative Innovationskraft der Branche konzentriert. Das Badezimmer wird zum Lifestylespiegel seiner Benutzer, sein Komfort zum ganz persönlichen Luxus.

Und wenn es um Luxus geht, mischte das Unternehmen Swarovski schon immer mit. Jetzt erweiterte die Tiroler Kristalldynastie ihre Palette an Glitzerprodukten um ein Luxusbadezimmer. "Kristall hat die Qualität, ein sehr kontextfreudiges Material zu sein. Es hat eine enorme Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten", sagt Markus Langes-Swarovski, Herr des größten Kristallkonzerns der Welt und zuständig für Branding und Communications. Wieso also nicht ein Bad mit Kristallen gestalten? Immerhin funktioniert das auch bei Schmuck, Lustern, Konzertflügeln oder Miniröcken.

Die Idee dazu stammt allerdings nicht von Swarovski, sondern vom deutschen Armaturenhersteller und Nassraumausstatter Kludi. "Wir haben über neue Konzepte nachgedacht und überlegt, wie wir uns am Markt differenzieren können. Wir haben eine bekannte Marke gesucht, die zu einem solchen Badezimmer passt und die wir transportieren können. Letztendlich sind wir auf Swarovski gestoßen", sagt Gerald Ecke, General Manager bei Kludi und Sprecher des Vorstands.

In achtzehnmonatiger Projektarbeit entstand so ein exklusives Badezimmerkonzept: der "Swarovski Bathroom made by Kludi". Ab 50.000 Euro kann man sich darin brausen. Denn eine Badewanne gibt es noch nicht. Diese soll aber bald folgen. Angeboten werden drei Größen: complex, regular und compact, das heißt large, medium und small. Ende November wurde der exklusive Sanitärraum in Budapest, der "City of Spas", vorgestellt. Ende des ersten Quartals 2006 wird er in zwei Varianten erhältlich sein. In der Ausführung "Delight" dominiert transluzenter, heller Kalkstein. Sein Pendant ist der Stil "Passion". Hier überwiegt dunkler Granit. Die restlichen Zutaten sind bei beiden Typen dieselben:

In Kombination mit Kristalllustern, rahmenlosen, asymmetrischen Glasduschkabinen, Holz und edlen Chromarmaturen entsteht das Gesamtkonzept eines "begehbaren Kristalls", der klare Kanten und sanfte Rundungen in sich vereint.

Die geometrische Grundstruktur des Kristalls, sozusagen Ausdruck der Marke Swarovski, findet sich in den Details wieder: in der Form des Waschbeckens, der Duschkabinen, im Schliff der Fliesen; selbst die Armaturengriffe sind aus Kristall. (Markus Böhm/Der Standard/rondo/5/1/2006)

  • „Passion“ heißt dieses Luxusbadezimmer mit viel Glitzer.
    hersteller

    „Passion“ heißt dieses Luxusbadezimmer mit viel Glitzer.

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