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Wissenschaftlicher Beirat
Grundidee sei ein zentraler Grazer Universitätsverlag, der Dissertationen, Habilitationsschriften, Forschungsergebnisse bis hin zu Lehrbüchern und Skripten der Grazer Uni möglichst schnell an die Öffentlichkeit vermittelt, so Andrea Penz, Verlagsverantwortliche von Seiten der Uni, im Gespräch mit der APA. Über eine Veröffentlichung der eingereichten Werke entscheidet ein vier Mal jährlich tagender wissenschaftlicher Beirat, der sich aus Vertretern der Fakultäten, des Rektorats und des Leykam-Verlags zusammensetzt.
Mit dem Grazer Leykam-Verlag arbeiten einzelne Wissenschafter der Uni Graz schon seit Jahren zusammen. Mehrere "Reihen für Wissenschaft und Forschung" - von den "Grazer Gender Studies" bis hin zu den "Testimonia epgraphica Norica" - werden bereits in mehreren Bänden herausgegeben. "Die Reihen bleiben weiterhin bestehen. Wir wollen die Kooperation Einzelner nun aber auf eine breitere Basis stellen", erklärt Penz.
Druckkostenbeitrag
Druck, Vertrieb und Werbung übernimmt die Leykam AG, dafür bekommt sie 180 der jeweils 250 gedruckten Exemplare. Autoren sind aufgefordert, einen Druckkostenbeitrag zu stellen: "Sowohl wir als Uni als auch der Verlag ist den Autoren bei der Suche nach Subventionen behilflich", so Penz. Gefördert wird das Verlagsprojekt, das vorerst auf zehn Jahre anberaumt ist, im ersten Jahr vom Land Steiermark und dem Wissenschaftsministerium.
Der erste Band wird vom Grazer Wissenschaftshistoriker Walter Höflechner, der 25 Jahre am Uni-Archiv tätig war, vorgelegt. Mit der "Geschichte der Karl-Franzens-Universität Graz" legt er erstmals seit 1985 wieder eine aktuelle Dokumentation der Grazer Alma Mater vor. Besonderen Wert hat der Historiker in dem rund 400-seitigen Band auf die "Blütezeit" der Uni zwischen 1863 und 1914 gelegt. Die Zwischenkriegszeit samt Deutschnationalismus, Parteienstreit und Antisemitismus wird erstmals zusammengefasst präsentiert. (APA)
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