Neue Gleichungen

31. Dezember 2005, 12:00
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Bildungswelt ist längst nicht mehr fest in Männerhand, in den Führungsgremien schlagen Männer Frauen aber noch im Verhältnis 10:1

Dass Frauen die besseren Chefs sein könnten, darüber lässt sich nur spekulieren. Zwar ist die Berufs-und schon gar die Bildungswelt längst nicht mehr fest in Männerhand, in den Führungsgremien schlagen Männer Frauen aber noch im Verhältnis 10:1.

Allerdings scheint es so, als würden die Berufsprofile "weiblicher", wenn man den Anforderungsprofilen der PersonalberaterInnen, die mehr Kommunikationsfähigkeit, Sozialkompetenz und mehr Ich-Kompetenz einfordern, folgt.

Und so genannte Karrierefrauen (mit oder ohne Kinder) werden heute auch nicht mehr ganz so negativ beschrieben. Allerorten wird über Gender-Mainstreaming nachgedacht, Frauenförderprogramme sind weit verbreitet. Frauen fordern verstärkt ein, was ihnen zusteht: gleiche Bezahlung bei gleicher Leistung, Infrastruktur wie Krabbelstuben und Respekt vor ihrem Spagat.

Neue Gleichungen

Angela Merkel als erste Frau an der Spitze der Bundesrepublik Deutschland und Brigitte Ederer als erste Frau in der Führung des größten heimischen Konzerns Siemens sind starke Signale der Veränderung. Nicht gegen die Männer, sondern auf dem Weg zu einer adäquaten Teilhabe der Frauen. Die gute Nachricht zum Jahresbeginn aus der Psychologie: Die Gleichungen "Mann=kompetent", "Frau=inkompetent" gelten so nicht mehr: Melanie C. Steffens, Psychologin an der Uni von Jena, testete Frauen und Männer zum Thema. Das Ergebnis in Psychologie Heute: Männer werden von Frauen nicht mehr für kompetenter gehalten, sondern die Angehörigen des eigenen Geschlechts. Frauen, von der Chefin bis zur Studentin, favorisieren in dieser aktuellen Studie Frauen. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 31.12. 2005)

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