Drei Wahlhelfer entführt

31. Dezember 2005, 16:00
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Urnengang könnte erneut verschoben werden - Überprüfung der technischen Machbarkeit

Port-au-Prince - In Haiti sind drei Wahlhelfer der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) entführt worden. Wie die Polizei am Freitag in der Hauptstadt Port-au-Prince mitteilte, wurden die drei Männer bereits am Donnerstag in der Nähe des Flughafens gekidnappt. Es handele sich um Techniker der OAS aus Haiti, Peru und Guatemala, die die für den 8. Jänner geplanten Präsidentschafts- und Parlamentswahlen vorbereiten sollten.

Sie wurden entführt, als sie mit dem Wagen auf einer Straße in der Nähe des Flughafens fuhren, nicht weit entfernt von einem Elendsviertel der Hauptstadt, das von bewaffneten Banden kontrolliert wird. In dem krisengeschüttelten Karibikstaat häufen sich derzeit Entführungen. Die Kidnapper fordern meist ein Lösegeld für die Freilassung ihrer Geiseln.

Wahl könnte verschoben werden

Der bereits mehrfach verschobene Urnengang in Haiti könnte erneut verlegt werden. Der Vorsitzende der provisorischen Wahlbehörde, Max Mathurin, hatte in der vergangenen Woche noch einige Tage für die Überprüfung der technischen Machbarbarkeit der Wahlen gefordert. Seither deuten die Äußerungen der Behörden Haitis auf eine erneute Verschiebung hin. Dies wäre die vierte Verschiebung des ursprünglich für den 13. November geplanten Urnengangs. Der ehemalige Präsident Jean Bertrand Aristide hatte Anfang 2004 nach monatelangen Unruhen das Land verlassen. Die Lage in Haiti, wo seit dem Frühjahr 2004 eine UNO-Schutztruppe stationiert ist, ist nach wie vor instabil. (APA)

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    UN-Kräfte halten bei einer Hilfsgüterverteilung die Menge zurück.

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