Serbische Post will Mobilfunk-Tochter Mobtel klagen

31. Dezember 2005, 14:06
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PTT will Auszahlung von Dividenden gerichtlich erzwingen

Die serbische Post (PTT Srbija) will ihre Mobilfunk-Tochter Mobtel, der die Regierung gestern, Donnerstag, die Betriebslizenz entzogen hat, auf die Auszahlung von Dividenden klagen. Das kündigte PTT-Vorstand Zeljko Ivanji gegenüber der Nachrichtenagentur Tanjug an. Das Schiedsverfahren in Zürich betreffend die Mobtel-Eigentümerstruktur werde man weiter verfolgen, sagte Ivanji.

"Wenn wir beweisen können, wovon ich überzeugt bin, dass wir mit weit über 51 Prozent der Mehrheitseigentümer sind, werden wir Schadenersatz für alles geltend machen, was der Staat und das öffentliche Unternehmen PTT in all diesen Jahren hinnehmen musste", erklärte Ivanji.

Der österreichische Geschäftsmann Martin Schlaff habe vor dem Mobtel-Deal die bulgarische Mobitel gekauft und danach der österreichischen Mobilkom verkauft. "Das ist sein Geschäft, nämlich der Kauf eines Mobilfunkbetreibers mit dem Ziel, die Geschäftstätigkeit dieses Unternehmen zu säubern, und es später an einen renommierten Betreiber zu verkaufen", sagte Ivanji. Nach seinem Kenntnisstand hätte dies auch in Serbien geschehen sollen.

Der gestrige Lizenzentzug sei das erste Mal seit elf Jahren, dass die serbische Regierung die Dinge zurück an den Start verweist, kommentiert Ivanjii die Entscheidung. (APA)

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