Sony BMG legt "Rootkit"-Sammelklage bei

10. März 2006, 17:32
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Entschädigung für KäuferInnen betroffener Audio-CDs - XCP-"Kopierschutz" hatte für Sturm der Entrüstung gesorgt

Weiter um Schadensbegrenzung in der Causa "Rootkit" - und wohl vor allem um das Ende der negativen Publicity - bemüht, zeigt sich der Unterhaltungskonzern Sony BMG: US-Medien berichten, dass der Konzern eine anstehende Sammelklage von erbosten KonsumentInnen mit einem Vergleich abgewendet hat.

Schadensersatz

Der Abmachung zufolge steht nun allen KäuferInnen von Audio-CDs, die mit den umstrittenen "Kopierschutz"-Verfahren XCP oder MediaMax "ausgestattet" waren, Schadenersatz zu. Dem gemäß können betroffene KonsumentInnen entweder drei Audio-CDs - aus einer Auswahl von 200 - von der Sony-Seite herunterladen oder bekommen zusätzlich zum Ersatz ihrer CD 7,50 US-Dollar ausbezahlt.

Einzug

Außerdem verpflichtet sich der Konzern umgehend alle CDs mit dem XCP-"Kopierschutz" aus dem Verkehr zu ziehen und durch ungeschützte Exemplare zu ersetzen - ein Maßnahme die der Konzern aber ohnehin bereits Ende November von sich aus angekündigt hatte.

Vorgeschichte

Vor allem der XCP-Kopierschutz hatte in den letzten Monaten zu einem Sturm der Entrüstung - und wohl auch zu einem erheblichen Imageschaden für Sony - geführt. Sicherheitsexperten hatten heraus gefunden, dass beim Abspielen auf einem Windows-PC unbemerkt ein "Rootkit" installiert wird, welches das Verhalten der BenutzerInnen ausspioniert und diverse Sicherheitsrisiken mit sich bringt. Nach anfänglichen Verharmlosungs- und Herunterspielversuchen hat sich der Konzern schließlich dazu entschlossen, einen Fehler in diesem Zusammenhang einzugestehen, schlußendlich sprach das Unternehmen selbst von einer "schweren Blamage". (red)

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