Iran: Russisches Angebot zur Urananreicherung uneindeutig

30. Dezember 2005, 15:14
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Iranischer Chefunterhändler Larijani bittet Iwanow um Klärung

Teheran - Der Iran hat ein russisches Kompromissangebot zum Streit um sein Atomprogramm als uneindeutig bezeichnet und um klärende Gespräche gebeten. Der iranische Chefunterhändler Ali Larijani habe dem Vorsitzenden des russischen Sicherheitsrats, Igor Iwanow, in einem Telefongespräch auf die Notwendigkeit einer Klärung hingewiesen, berichtete das staatliche Fernsehen am Donnerstag. Worin die von Larijani angesprochenen "Probleme und Uneindeutigkeiten" bestehen, wurde nicht erläutert.

Möglicherweise versucht der Iran, Zeit zu gewinnen. Moskau hatte Teheran vorgeschlagen, dass Russland die Anreicherung von Uran für ein friedliches iranisches Atomprogramm übernehmen könnte. Mit diesem von der Europäischen Union vermittelten Angebot soll der Iran dazu bewogen werden, auf eine Urananreicherung im eigenen Land zu verzichten. Die Urananreicherung kann der Herstellung von Kernbrennstoff, aber auch von Atomwaffen dienen. Die EU und die USA misstrauen den Zusicherungen des Irans, sein Atomprogramm diene ausschließlich friedlichen Zwecken. (APA)

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