Al-Kaida bekennt sich zu Entführung von fünf Sudanesen

30. Dezember 2005, 20:27
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Internetbotschaft: Botschaftsmitarbeiter als Geisel

Dubai - Das Terrornetzwerk Al-Kaida hat sich am Donnerstag via Internet zur Entführung von fünf Angehörigen der sudanesischen Botschaft bekannt. In einem Video auf einer häufig von Al-Kaida genutzten Webseite forderte die Gruppe um den Jordanier Abu Musab al-Zarkawi den Sudan auf, innerhalb von 48 Stunden alle Beziehungen zur Regierung in Bagdad abzubrechen.

Das Video zeigte fünf Männer, die sich als Mitarbeiter der Botschaft zu erkennen gaben. Darunter war auch der Diplomat Abdul-Munem Mohammed al-Huri, der sagte: "Ich fordere die sudanesische Regierung auf, die Forderung zu erfüllen, die diplomatische Vertretung zu schließen." In einer Erklärung auf der Internetseite gaben die Entführer der Regierung des Sudan 48 Stunden, um "in deutlicher Weise anzukündigen, dass sie die Beziehungen zur irakischen Regierung abbricht und die Botschaft in Bagdad schließt". Die Echtheit der Erklärung konnte zunächst nicht überprüft werden.

Dem Außenministerium in Khartum zufolge waren sechs Sudanesen - darunter auch der Diplomat - nach der Teilnahme an den Freitagsgebeten in Bagdad entführt worden. Aufständische im Irak haben immer wieder Ausländer entführt und von den Regierungen ihrer Länder einen Abbruch der Beziehungen zum Irak gefordert. (APA/Reuters)

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