Behindertengleichstellung "schmackhaft" machen

29. Dezember 2005, 20:39
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Behindertensprecher Huainigg präsentierte zum neuen Gesetz Schokolade "Barrierefreiheit schmeckt"

Wien - Eine wohlschmeckende Begleitung zur Einführung des Behindertengleichstellungsgesetzes am 1. Jänner 2006. Behindertensprecher Franz-Joseph Huainigg präsentierte die Süßigkeit, "Barrierefreiheit schmeckt" aus Polenta und Zitrone. Sie soll das Gesetz "landauf landab bekannt machen".

"Ab 1. Jänner 2006 muss alles, was neu gebaut wird, barrierefrei sein", erklärte Huainigg. Für Altbauten gebe es laut dem im Sommer beschlossenen Behindertengleichstellungsgesetz Übergangsfristen, bei Verkehrsmitteln müsse noch ein Etappenplan ausgearbeitet werden. Denkmalschutz stelle "natürlich ein Problem" dar. Dieser dürfe aber kein Blockademittel sein, meinte der Nationalratsabgeordnete. Sozialministerin Ursula Haubner (B) sei aufgefordert, bis 2007 mit den Ländern die jeweiligen Bauordnungen in punkto Barrierefreiheit zu harmonisieren.

Als einen "Meilenstein" bezeichnete Huainigg die Aufhebung von beruflichen Beschränkungen. Weil Begriffe wie "körperliche Eignung" etwa durch "persönliche und fachliche Eignung" ersetzt würden, könnten Blinde zum Beispiel Richter werden oder Gehörlose als Lehrer arbeiten. Eine wichtige Maßnahme sei auch die Anerkennung der Gebärdensprache.

Von der handgeschöpften Schokolade hat das steirische Unternehmen "Zotter" rund 1.000 Stück produziert. Sie soll in den nächsten Wochen und Monaten an Entscheidungsträger in Politik, Wirtschaft, Kultur, Kirchen, Verwaltung und Bildung verschickt werden. (APA)

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