Frauenleiche auf A2: Neue Hinweise

30. Dezember 2005, 15:31
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Deutscher meldete abgängige Frau, die dem rekonstruiertem Bild ähnlich sieht

Graz - Einen weiteren Hinweis gibt es im Fall jener 23 bis 28 Jahre alten Frau, deren Leiche am 9. Jänner 2005 auf der A2, der Südautobahn, in der Nähe von Graz gefunden worden ist.

Bereits im Oktober meldete sich ein Deutscher beim steirischen Landeskriminalamt, dessen bosnische Bekannte dem rekonstruierten Bild der Toten ähnlich sieht. Dem Hinweis werde nachgegangen. Dass es eine konkrete Spur sei, könne man aber noch nicht sagen, so Chefinspektor Anton Kiesl.

Chefinspektor Kiesl: Es handle sich um "einen Hinweis, wie andere auch. Solche haben wir natürlich mehrere". Tatsächlich werde dem Tipp eines Bayern, der im Internet auf das Bild der unbekannten Toten gestoßen war, seit Anfang Oktober nachgegangen. Bereits am 6. Oktober habe er als Ermittlungsleiter ein Erhebungsersuchen über das Bundeskriminalamt zu den bosnischen Behörden geschickt, so Kiesl: "Bisher hat es aber noch kein Ergebnis gegeben".

Überprüfung in Deutschland war negativ

Eine Überprüfung in Deutschland sei negativ ausgefallen, eine Person, die der Beschreibung und den Daten der ins Spiel gebrachten bosnischen Frau entspreche, sei nicht bekannt. Der Deutsche hatte behauptet, die Betreffende 2001 in München kennen gelernt zu haben. Nach ihrer Heirat sei der Kontakt zu ihr abgebrochen.

Auffälligkeiten, die übereinstimmen

"Es gibt Auffälligkeiten, die übereinstimmen", so Kiesl. So hätte die Bekannte des Deutschen mit 1,70 Meter die gleiche Größe und mit 50 Kilogramm das gleiche Gewicht wie die bei Graz gefundene tote Frau. Auch eine Ähnlichkeit in der Physiognomie ist im Vergleich des Fotos der Bosnierin und der Rekonstruktion nicht von der Hand zu weisen, so Kiesls "subjektive Meinung".

Übner 100 Personen überprüft

"Dass es eine konkrete Spur ist, kann man nicht sagen", fasste Kiesl im APA-Gespräch zusammen. Man müsse das Erhebungsergebnis abwarten. Bisher habe man schon "einige hundert" abgängige Personen überprüft. In diesem Fall forsche man derzeit noch nach 17 anderen abgängigen Personen der verschiedensten Nationalitäten, so der Kriminalist.(APA)

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