Wunderkinder gibt es immer wieder

29. Dezember 2005, 19:51
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Das Gabor Bolla 4tet gastiert am Donnerstag in Bad Hofgastein

Wolfgang Amadeus Mozart, Dr. John, Django Reinhardt oder Soulgrößen wie Sam Cooke oder Marvin Gaye verfügten bereits in jungen Jahren über außerordentliche musikalische Qualitäten. Zehn Lenze zählte der Budapester Gabor Bolla, als er 1998 mit dem Klarinettenspiel begann. Zwei Jahre später heimste er die ersten nationalen Auszeichnungen ein und entdeckte den Jazz sowie Tenor- und Sopransaxofon für sich.

Seither gilt der inzwischen auch mit dem Hans-Koller-Preis bedachte Gymnasiast als eines der größten Jazztalente. Nach dem Halbfinaleinzug beim Saxofon-Wettblasen im Rahmen des Jazz Festivals von Montreux 2003 erreichten den Teenager Einladungen zu Musikfesten von Bilbao bis Bombay. Harry Sokal vergleicht ihn mit Wayne Shorter, Bolla selbst bezeichnet Sonny Rollins als sein Vorbild.

2003 gründete der Real-Madrid-Fan das Gabor Bolla 4tet, mit dem er am Donnerstag aufspielt. Vor dem Konzert wird der Salzburger Landeskulturpreis 2005 vergeben, den sich die Jazz-Orte Sägewerk und Jazzit teilen. (dog / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29.12.2005)

Jazz im Sägewerk, 5630 Bad Hofgastein, Angerweg 32, Info: (06432) 61 64.
29.12. 20.00
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