Bewaffnete Palästinenser entführen drei Briten im Gazastreifen

29. Dezember 2005, 16:12
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Menschenrechts-Aktivistin und deren Eltern von Fatah-naher Gruppe namens "Schwarze Panther" verschleppt

Gaza-Stadt - Bewaffnete Palästinenser haben am Mittwoch im südlichen Gazastreifen drei Briten verschleppt. Nach Angaben der Palästinenserpolizei handelt es sich um eine Frau, die für die Menschenrechtsorganisation Al-Misan arbeitet, und ihre Eltern. Laut Polizei steckt hinter der Tat eine Gruppe mit den Namen "Schwarze Panther", die Verbindungen zur regierenden Fatah-Bewegung haben soll.

Die drei Briten seien in der Nähe des Übergangs Rafah an der Grenze zu Ägypten entführt worden. Die Bewaffneten hatten ihren Wagen angehalten und sie dann in einem anderen Fahrzeug weggebracht.

Mehrere Entführungen in letzter Zeit

In jüngster Zeit hat es im Gazastreifen eine ganze Reihe von Entführungen gegeben. Meist versuchen Extremisten damit, von den Behörden Zugeständnisse zu erreichen. Keiner der Entführten ist bisher ums Leben gekommen, alle wurden wieder freigelassen. Erst vor einer Woche waren im Gazastreifen ein Niederländer und ein Australier von einer Splittergruppe der radikalen Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) entführt und nach ein paar Stunden wieder freigelassen worden.

Die "Schwarzen Panther" hatten Mitte Oktober einen Briten und einen Amerikaner für mehrere Stunden verschleppt. (APA/dpa)

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