Parteichef-Radar: Van der Bellen konstant an der Spitze

28. Dezember 2005, 12:49
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Schüssels Vertrauenswerte erheblich gesteigert - Strache und Haider auf Schutzgruppen-Niveau

Wien - Ein Blick auf den Verlauf der Vertrauenswerte im APA/OGM-Politiker-Radar zeigt die Ausgangsposition der Parteichefs für das bevorstehende Wahljahr. ÖVP-Obmann Bundeskanzler Wolfgang Schüssel konnte seine Werte erheblich steigern. Grünen-Chef Van der Bellen liegt konstant an der Spitze. Auch SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer ist im Plus-Bereich. Tief im Minus-Bereich befinden sich nach der Spaltung der Freiheitlichen BZÖ-Chef Jörg Haider und FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache.

Schüssel

Schüssel erreichte vom Juni 2003 bis März 2005 nur Minus-Werte im Vertrauensindex. Ab der Jahresmitte hat sich das Vertrauen der Österreicher in den Kanzler erheblich gesteigert. Im Dezember bekam er mit plus 14 Prozent seinen bisher höchsten Wert. Die OGM-Experten führen das vor allem darauf zurück, dass der Bundeskanzler die Koalitionskrise gemeistert habe. Auch die bevorstehende EU-Präsidentschaft wirke sich positiv aus.

Die Koalitionskrise im Frühjahr mit der Spaltung von Schüssels Regierungsartner haben weder der FPÖ noch dem BZÖ gut getan. Hatte FPÖ-Obfrau Ursula Haubner im März dieses Jahres - also vor der Parteispaltung - noch den "relativ guten" Vertrauenswert von minus 7 Prozent, so fielen ihre Nachfolger fast ins Bodenlose. BZÖ-Chef Jörg Haider hält beim Negativrekord von minus 65 Prozent, FPÖ-Chef Strache liegt bei minus 41 Prozent.

Gusenbauer

SPÖ-Parteichef Alfred Gusenbauer konnte - im Schatten der Wahlerfolge im heurigen Herbst - seine Vertrauenswerte leicht steigern und hält jetzt bei plus 4 Prozent.

Van der Bellen

Am vertrauenswürdigsten unter allen Parteichefs ist aber der Grüne Bundessprecher Alexander Van der Bellen. Seit zwei Jahren liegen seine Werte über der 20 Prozent-Marke im Plus-Bereich. Nur im Dezember ist er auf plus 19 Prozent "abgerutscht".

"Vertrauen Sie xy oder vertrauen sie xy nicht oder kennen Sie xy nicht", lautete die Frage, die OGM regelmäßig im Rahmen von 500 Telefoninterviews stellt. Aus den beiden Werten wird dann der Saldo gebildet, der für das Politiker-Radar von APA und OGM herangezogen wird. (APA)

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