Deutsche Abgeordnete überlegen Irak-Einreiseverbot für Osthoff

29. Dezember 2005, 18:52
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Ex-Geisel sei eine Gefahr für sich selbst und andere Menschen

Hamburg - Vor dem Hintergrund einer möglichen Rückkehr von Susanne Osthoff in den Irak haben mehrere Abgeordnete im deutschen Bundestag ein Einreiseverbot der irakischen Regierung ins Gespräch gebracht. "Wir sollten prüfen, ob die Bundesregierung den Irak um ein Einreiseverbot für Frau Osthoff bitten kann", sagte die SPD-Politikerin Brunhilde Irber der "Bild"-Zeitung.

Ähnlich äußerte sich der CSU-Abgeordnete Norbert Geis im selben Blatt. An einem Einreiseverbot müsse der Irak selbst ein großes Interesse haben. "Die irakische Regierung kommt ja in Misskredit, wenn dort ständig Entführungen stattfinden", sagte er laut "Bild". Kritik an der 43-jährigen Ex-Geisel kam auch vom CDU-Außenpolitiker Eckart von Klaeden: "Bei Frau Osthoff scheinen die Maßstäbe verrückt zu sein." Sie sei eine Gefahr für sich selbst und andere Menschen.

Osthoff selbst hatte zuvor ihre Zukunftspläne offen gelassen. Ob sie wieder in den Irak gehe, sei ihre Privatangelegenheit, sagte sie laut ZDF. Ihre mögliche Rückkehr war bereits am Dienstag auf heftige Kritik gestoßen. (APA/AP)

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