Kinder wollen nicht mehr zur Schule

28. Dezember 2005, 19:51
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Vom tausendfachen Tod ihrer Kameraden traumatisiert - Angst vor Nachbeben

Genf - Die Kinder in der pakistanischen Erdbebenregion wollen nicht zurück in den Unterricht. Sie sind vom tausendfachen Tod ihrer Kameraden traumatisiert, berichtete die Internationale Organisation für Migration (IOM).

Ein Projekt der in Genf ansässigen Organisation für die Wiederaufnahme des Schulunterrichts in der Gegend um die Stadt Abbottabad musste annulliert werden. Die Schüler weigerten sich laut IOM, ein instandgestelltes Gebäude zu betreten, solange das Gebiet noch von Nachbeben erschüttert wird.

Die IOM hat nun mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) begonnen, Psychologen-Teams in das Erdbebengebiet zu schicken. Eine Umfrage unter 1.400 Personen hat nämlich ergeben, dass etwa zehn Prozent der Menschen in der Region unter psychischen Problemen leiden. Besonders betroffen sind Frauen und Kinder. (APA/sda)

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