Behinderungen wegen Neuschnee im Süden Österreichs

27. Dezember 2005, 21:06
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Südautobahn im Wechselabschnitt lahm gelegt - Kettenpflicht auf zahlreichen Bergstraßen - Einreiseverbot für Lkw nach Slowenien

Für erhebliche Verkehrsbehinderungen hat am Dienstag ein Wintereinbruch im Süden Österreichs gesorgt. Von heftigen Schneefällen waren Kärnten, Steiermark und das Südburgenland besonders betroffen, berichteten der ARBÖ und der ÖAMTC.

Mehr als zehn Zentimeter Neuschnee verursachten im Wechselgebiet am Vormittag für erhebliche Probleme. Gegen 10.15 Uhr kam es bei Pinkafeld auf der schneeglatten Fahrbahn zu einem folgenschweren Unfall mit einem Lkw. Im Zuge der Bergung wurde die Fahrbahn in Richtung Graz gesperrt. Binnen weniger Minuten bildete sich ein rund fünf Kilometer langer Stau, der bis zur Ausfahrt Pinggau/Friedberg zurückreichte.

Schneefahrbahnen

"Zusätzlich hat sich kurz vor einem Parkplatz vor Pinkafeld noch ein Fahrzeug überschlagen", sagte ARBÖ-Vertreter Thomas Haider. Zwischen Pinkafeld und Graz gab es immer wieder Abschnitte mit Schneefahrbahnen. Unfälle und hängen gebliebene Fahrzeuge waren die Folgen. "Im Bereich Laßnitzhöhe gilt für Schwerfahrzeuge sogar Kettenpflicht", berichtete Haider.

Über den Packabschnitt blieben ebenfalls immer wieder Lkw hängen, so der ARBÖ. Die Kettenpflicht für Schwerfahrzeuge wurde allerdings aufgehoben. Auf zahlreichen höher gelegenen Berg- und Passstraßen herrschte Kettenpflicht für alle Fahrzeuge. Das galt zum Beispiel für den Loiblpass, auf der B91, das Nassfeld auf der B90, den Wurzenpass auf der B109, die Turracher Höhe auf der B95 sowie den Katschberg auf der B99. Lkw-Lenker mussten unter anderem über den Plöckenpass auf der B110 und zwischen Köflach und dem Packsattel auf der B70 Ketten aufziehen.

Einreiseverbot für Lkw nach Slowenien

Auch im benachbarten Ausland sorgte der Wintereinbruch für erhebliche Verkehrsprobleme. Besonders betroffen war Slowenien. So gab es nach Angaben des ARBÖ im Bereich zwischen der österreichischen Staatsgrenze und Marburg (Maribor) auf so gut wie allen Straßen Schneefahrbahnen. Auf Grund der zum Teil chaotischen Verhältnisse sahen sich die Behörden gezwungen, ab 9.30 Uhr ein Einreiseverbot für Schwerfahrzeuge zu verhängen.

"An den Kärntner Grenzübergängen ist die Einreise für Lkw noch möglich. Allerdings sollten Reisende in Slowenien auf jeden Fall vor allem im Bereich Maribor mit erheblichen Problemen rechnen", warnte Haider. (APA)

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