Gaza: Bewaffnete Palästinenser stürmten Gouverneurssitz

29. Dezember 2005, 10:06
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Al-Aksa-Brigadisten fordern Jobs und drohen verschärfte Aktionen an

Gaza - Anhänger der radikalen Fatah-Splittergruppe "Al-Aksa-Märtyrerbrigaden"haben im Gaza-Streifen mehrere Stunden lang drei Regierungsgebäude besetzt und Arbeit gefordert. Zugleich drohte ein Sprecher am Dienstag mit verschärften Aktionen, sollten die palästinensischen Behörden ihrem Versprechen nicht nachkommen und den Männern zu Stellen verhelfen. "Wir sehen uns vielleicht gezwungen, drastischere Maßnahmen zu ergreifen - etwa diese Gebäude abzufackeln oder Ausländer zu entführen." Nach der Zusicherung der Behörden, sich um die Anliegen der Männer zu kümmern, zogen die Bewaffneten ab.

Die "Al-Aksa-Brigaden" setzen sich aus fanatischen Randelementen der Fatah-Bewegung von Präsident Mahmoud Abbas zusammen. Sie bestehen aus kleinen "Kampfeinheiten", die sich jeder Kontrolle durch zentrale Führungsinstanzen entziehen. Unter ihrem Namen traten sie als Drahtzieher von antiisraelischen Selbstmordanschlägen erstmals im Juni 2001 in Erscheinung. Immer wieder versuchen im Gaza-Streifen militante Gruppen, mit Gewalt Arbeitsplätze oder die Eingliederung in die offiziellen Sicherheitskräfte zu erzwingen. (APA/AP)

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