Macintosh-Marktanteil steigt deutlich an

14. März 2006, 14:31
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Um beinahe ein Drittel mehr BenutzerInnen mit Apple-Rechnern als noch ein Jahr zuvor

Nach Jahren der Stagnation beziehungsweise Verluste scheint es nun erstmals wieder aufwärts zu gehen mit den Marktanteilen für den Computerhersteller Apple: Eine aktuelle Studie von Hitslink weist dem Macintosh-Betriebssystem für Ende November 2005 einen Anteil am Gesamtkuchen von 4,11 Prozent aus.

Relativ

Im Vergleich mit dem Marktdominator Windows ist dies zwar noch immer ein relativ kleines Stück vom Computermarkt, interessant ist aber ein Blick auf die Zahlen vom Vorjahr: Da waren es noch "nur" 3,29 Prozent, in einem Jahr konnten Apple-Rechner also beinahe um ein Drittel zulegen. Das von Hitslink angegebene Wachstum lässt sich auch - allerdings auf einem höheren Niveau - bei den Zahlen von derStandard.at nachvollziehen: Waren es im September 2004 noch 4,66 Prozent der UserInnen die einen Mac-Rechner zum Ansurfen der Seite benutzten, so ist diese Zahl bis November 2005 auf 6,15 Prozent angewachsen

Interesse

Vom All-Time-High, das laut artechnica 1993 mit rund 12 Prozent erreicht wurde, ist man zwar noch ein ganzes Stück entfernt, die Entwicklung ist aber vor allem deswegen relevant, da sie eine Trendumkehr bezeichnet. Denn auch wenn Steve Jobs mit der Vorstellung neuer Mac-Modelle wie dem iMac oder dem Cube reichlich Aufmerksamkeit für sein Unternehmen generierte, in konkreten Zahlen wirkte sich das kaum aus. Zwar stieg der Absatz - im Vergleich zum restlichen Markt aber vergleichsweise langsam, so dass der Marktanteil bis 2004 immer kleiner wurde.

Konkurrenz

Die Ursachen für das neu erwachte Interesse an Apple-Rechnern sind wohl manigfaltige, neben den regelmäßigen Verbesserungen von Mac OS X - während Windows seit Jahren weitgehend unverändert geblieben ist - zählt dazu wohl auch der Erfolg des iPods, der mehr Aufmerksamkeit für die Produkte des Unternehmens generiert. Bleibt abzuwarten, ob es Apple gelingt den Trend mit dem anstehenden Umstieg auf Intel-Prozessoren beizubehalten - oder gar zu verstärken - , denn auch die Konkurrenz schläft nicht: Mit Vista steht für 2006 die erste neue Windows-Version seit 5 Jahren an, Linux versucht sich als freie Alternative im Desktop-Bereich zu etablieren. (red)

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