Internationale Energieagentur beendet nach Wirbelstürmen Notfallprogramm für Ölversorgung

29. Dezember 2005, 17:00
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Krisenprogramm zur Stabilisierung der Ölpreise nach Unwettern "erfolgreich" abgeschlossen

Paris/Wien - Die Internationale Energieagentur (IEA) hat ihr nach dem Wirbelsturm "Katrina" eingerichtetes Notprogramm zur Sicherung der Ölversorgung beendet. Das Krisenprogramm sei am vergangenen Donnerstag "erfolgreich" abgeschlossen worden, teilte die Agentur am Montag in Paris mit.

Das Notfallprogramm hatte den 26 Mitgliedstaaten vorübergehend die Möglichkeit gegeben, Teile ihrer strategischen Ölreserven auf den Markt zu bringen, um sprunghafte Preissteigerungen zu verhindern. Gleichzeitig waren Schritte zur Senkung des Verbrauchs vereinbart worden.

Zwei Prozent

Auch Österreich hatte im Rahmen der Vereinbarung per Anfang Oktober rund 2 Prozent oder 429.000 Barrel (je 159 Liter) seiner Erdöl-Pflichtreserven zur Entlastung des Marktes freigegeben.

In Summe hatten die IEA-Staaten im Rahmen des Notprogramms aus ihren Reserven 60 Millionen Fass Öl auf den Markt gepumpt, um die Preissteigerungen zu bekämpfen. Den größten Beitrag leisten die USA mit 44,2 Prozent vor Japan mit 12 Prozent und Deutschland mit 6 Prozent.

Der Ölpreis war nach den Zerstörungen durch den Hurrikan "Katrina" in den USA Ende August erstmals in der Geschichte auf über 70 Dollar pro Barrel gestiegen. Am vergangenen Freitag kostete ein Barrel am New Yorker Ölmarkt knapp über 58 Dollar. (APA)

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