Brand in Pensionistenheim löste Großalarm aus

30. Dezember 2005, 21:44
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93-Jähriger dürfte neben einer brennenden Kerze eingeschlafen sein - Pensionisten erlitten leichte Rauchgasvergiftungen

Wien - Ein Brand in einem Pensionistenheim in der Waldgasse in Wien-Favoriten löste bei der Wiener Feuerwehr am Stefanitag um 5 Uhr einen Großeinsatz aus. Ein Bewohner des Altenheims "Waldkloster", der zuvor ein Schlafmittel bekommen haben dürfte, schlief neben einer brennenden Kerze ein, diese setzte sein Zimmer in Flammen. Der 93-jährige Mann konnte noch selbst sein Zimmer verlassen und die Nachtschwester alarmieren, schilderte Christian Klein, der Geschäftsführer des privaten Pflegeheimes. Die Feuerwehr konnte den Brand innerhalb von 20 Minuten löschen.

Teile des 1. Stocks mussten evakuiert werden, der 93-Jährige und vier weitere Bewohner aus den umliegenden Zimmern wurden mit leichten Rauchgasvergiftungen ins Kaiser Franz Josef Spital und auf die Baumgartner Höhe gebracht. "Es geht ihnen gut, sie können alle am Dienstag wieder entlassen werden", erzählt Klein. Bis zum Ende der Reparaturarbeiten können die Bewohner und Bewohnerinnen der betroffenen Zimmer in anderen Teilen des Hauses untergebracht werden.

Geistesgegenwärtig reagierte am Heiligen Abend eine 91-jährige Frau, nachdem ihr Adventkranz in einem Seniorenwohnheim in Saalfelden (Pinzgau) Feuer gefangen hatte. Obwohl die Pensionistin kaum noch gehen kann, riss sie den brennenden Adventkranz samt Tischdecke vom Tisch und warf die Gegenstände vom Balkon in den Schnee. Die Feuerwehr, die mit vier Fahrzeugen und 23 Mann angerückt war, musste gar nicht mehr einschreiten. (fern, DER STANDARD - Pringausgabe, 27. Dezember 2005)

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