Sperrzone im Gazastreifen soll Raketenangriffe verhindern

27. Dezember 2005, 06:50
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Sharon weist Streitkräfte zur Umsetzung des Sicherheitsplans an

Jerusalem - Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon hat die Streitkräfte angewiesen, Raketenangriffe militanter Palästinenser vom Gazastreifen aus auf israelische Städte zu unterbinden. Das verlautete am Sonntag aus Regierungskreisen nach der wöchentlichen Kabinettssitzung und anschließenden Sicherheitsgesprächen auf höchster Ebene.

Kernpunkt des Plans ist nach Angaben der Gewährsleute die Einrichtung einer Sperrzone im nördlichen Gazastreifen, die von Palästinensern nicht betreten werden darf. Auf jeden, der sich dort unerlaubt aufhalte, könne geschossen werden. Nach Angaben des stellvertretenden Verteidigungsministers Seev Boim vom Freitag soll die Sperrzone 2,5 Kilometer breit sein.

Militante Palästinenser haben seit dem israelischen Rückzug aus dem Gazastreifen im Sommer vermehrt Raketen auf israelische Ortschaften abgeschossen. Verteidigungsminister Shaul Mofaz machte in der Kabinettssitzung am Sonntag den Islamischen Dschihad für die meisten der Raketenangriffe verantwortlich. In einer nach der Sitzung verbreiteten Erklärung hieß es, der Minister werde weiterhin militante Palästinenserführer mit gezielten Luftangriffen ausschalten. (APA)

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