Österreichisches Filmjahr 2005: 372 Festivaleinladungen für 53 Filme

26. Dezember 2005, 12:00
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Austrian Film Commission: Heimischer Film im Höhenflug - Los Angeles Film Critics Association kürte "Cache" zum Besten Film des Jahres

Wien - So schwierig das Jahr 2005 für Österreichs Kinos war, so erfreulich ist der internationale Erfolg des österreichischen Films. Das schon in den vergangenen Jahren gewohnt positive Ergebnis wird laut Austrian Film Commission heuer noch übertroffen. Insgesamt 372 internationale Festivaleinladungen ergingen 2005 an 53 heimische Filme. Krönung des Erfolgsjahres waren die European Film Awards, bei denen mit Michael Haneke erstmals ein österreichischen Regisseur u.a. die Auszeichnung für den Besten Europäischen Film erhielt. Hanekes "Cache" wurde zudem auch von der Los Angeles Film Critics Association zum Besten Film des Jahres gewählt.

2005 brachte eine außerordentliche Serie von Premieren bei renommierten Festivals (von "Silentium" und "Crash Test Dummies" in Berlin über "Keller" in Locarno, "Workingman's Death" in Venedig bis zu "Spiele Leben" in San Sebastian). Herausragender Höhepunkt war Cannes, wo das österreichische Filmschaffen mit sechs Neuproduktionen vertreten war und im Rahmen des "Austrian Day" als vorbildlich präsentiert wurde, und wo "Cache" u.a. den Preis für die Beste Regie gewann.

Besonders erfolgreich war der österreichische Dokumentarfilm. Der schon 2004 gestartete Streifen "Darwin's Nightmare" brachte es heuer auf 35 Festivaleinladungen und 13 Preise, "Workingman's Death" wurde vier Mal ausgezeichnet und für den European Film Award nominiert. "We feed the World" hat mit 133.000 Besuchern den größten Kassenerfolg erzielt, der je einem österreichischen Dokumentarfilm gelungen ist, und "Operation Spring" erreichte mit nur zwei Kopien über 10.000 Zuschauer.

Auch 2006 bringt neben bereits angekündigten neuen Spielfilmen etwa von Barbara Albert ("Fallen oder Schweben"), Ulrich Seidl ("Import Export"), Wolfgang Murnberger ("Lapislazuli") oder Michael Glawogger ("Slumming") interessante dokumentarische Arbeiten, darunter die Wienerlied-Doku "nua ka schmoez how e xogt!" von Karin Berger, "Wiens verlorene Töchter" über Holocaust-Überlebende im US-Exil von Mirjam Unger oder Hannelore Tiefenthalers "Guten Morgen Österreich" über heutige Helden der Arbeitswelt. (APA)

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