Reparatur-Mechanismus für DNA-Schäden bei Hautkrebs entdeckt

25. Dezember 2005, 10:00
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Kleines Eiweiß-Molekül entscheidend an der Reparatur beteiligt

Frankfurt/Main - Frankfurter Forscher haben einen körpereigenen Reparatur-Mechanismus für DNA-Schäden bei Hautkrebs gefunden. Ein kleines Eiweiß-Molekül namens Ubiquitin sei entscheidend an der Reparatur geschädigter Erbsubstanz durch ultraviolette Strahlung beteiligt, berichtete Prof. Werner Müller-Esterl, Direktor des Instituts für Biochemie an der Universitätsklinik Frankfurt, am Freitag.

Ubiquitin komme in allen Arten vor und sei lange bekannt, aber dass es bei der DNA-Reparatur eine Rolle spiele, sei überraschend. "Das öffnet ganz neue Türen", sagte Müller-Esterl.

Die Substanz ist eine Art biologischer Schalter: Ist die Erbsubstanz einer Zelle beispielsweise durch ultraviolette Sonnenstrahlung geschädigt, kann die Zelle sich von allein nicht erneuern. Dann sorgen spezielle Enzyme als "Facharbeiter" für die Reparatur. Nach den neuen Forschungsergebnissen ist die Fähigkeit dieser Enzyme, Ubiquitin zu binden, der Schlüssel für eine erfolgreiche Reparatur.

Die Erkenntnis der Forscher eröffne neue Möglichkeiten, Hautschäden an der Wurzel zu packen, sagte Müller-Esterl. Menschen, die ein hohes Hauptkrebs wegen erhöhter UV-Strahlung haben wie etwa in Australien, könne künftig vielleicht besser geholfen werden. Das Verständnis über den Reparatur-Mechanismus der Zellen erleichtere die Entwicklung neuer Behandlungsmethoden. (APA/dpa)

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