Jobpaket senkt Arbeitslosigkeit

23. Dezember 2005, 19:08
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Für Wiedereinsteigerinnen werden Beschäftigungs-Beihilfen zur Verfügung gestellt

Wien - Im Zuge des Jobpakets der Bundesregierung für 285 Millionen Euro wird das Arbeitsmarktservice (AMS) im kommenden Jahr 61.500 Arbeitslose zusätzlich schulen. Damit wird die Zahl der Arbeitslosen, die durch AMS-Kurse geschleust werden, auf rund 285.000 Personen steigen. Wie berichtet werden dadurch 20.000 mehr Arbeitslose in Schulungen sein und damit aus der offiziellen Arbeitslosenstatistik herausfallen.

"Mit den zusätzlich zur Verfügung gestellten Mitteln wird es dem AMS gelingen, trotz ungünstiger Prognosen (etwa des Wifo, Anm.) über die Entwicklung des Arbeitsmarktes einen Rückgang der Arbeitslosenzahlen im Jahr 2006 zu erreichen. Im Jahresdurchschnitt rechnen wir jetzt für das kommende Jahr mit gut 10.000 Arbeitslosen weniger, statt wie bisher mit fast 10.000 Arbeitslosen mehr", sagt AMS-Chef Herbert Buchinger.

Das Regierungsprogramm umfasst mehr Schulungen im Gesundheits- und Pflegebereich, zusätzliche Beschäftigungsbeihilfen zur Unterstützung von Wiedereinsteigerinnen, Aus- und Weiterbildung für arbeitslose Frauen, zusätzliche Lehrstellenförderung und Weiterbildungskurse für Jugendliche, ältere und gering qualifizierte Männer sowie Kombilohn für Langzeitbeschäftigungslose.

Im Detail werden 1400 Arbeitslose zusätzlich in Gesundheits- und Pflegeberufen geschult. Insgesamt wird das AMS daher 2006 rund 4700 Arbeitslose in Gesundheitsberufen ausbilden. Für zusätzlich 5300 Wiedereinsteigerinnen werden Beschäftigungsbeihilfen zur Verfügung gestellt, so dass insgesamt rund 7600 Frauen nach der Kinderpause gefördert werden können. 9500 arbeitslose Frauen wird das AMS 2006 zusätzlich qualifizieren.

Für mindestens 7000 Lehrstellensuchende werden zusätzliche Lehrstellen in Betrieben gefördert. (DER STANDARD, Printausgabe 24./25./26.12.2005)

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