230 Jahre alter Grenzstein bei Korneuburg gehoben

30. Dezember 2005, 18:03
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Nach Abschluss der Straßenbauarbeiten wird er wieder eingesetzt

Korneuburg - Noch unter Kaiserin Maria Theresia wurde er fest in der Erde verankert, 230 Jahre verharrte er an ein und dem selben Platz. Nun wurde ein historischer Grenzstein wegen Straßenbauarbeiten an der künftigen S1 bei Korneuburg vorübergehend gehoben. Nach Abschluss der Arbeiten soll er wieder eingesetzt werden und seinen "Begrenzungsdienst" aufnehmen.

Im Zuge der Vorbereitungsarbeiten für den Bau der S1 wurde die Grenze zwischen Leobendorf und Korneuburg neu vermessen. Deshalb war es notwendig geworden, den Methusalem von seiner ursprünglichen Position kurzzeitig zu entfernen. Der Stein, auf dem das Wappen von Korneuburg eingraviert ist, wurde vom Stadtservice ausgehoben, gereinigt und deponiert. Er stammt aus jener Zeit, als Maria Theresia die 1. Landesaufnahme anordnete (1763), die von ihrem Sohn, Kaiser Joseph II. 1787 beendet wurde.

"Bei der Bergung des Steines wurde darauf geachtet, ob unter ihm etwas abgelegt worden war. Denn bevor Grenzsteine versetzt wurden, gab man Ton- oder Glasscherben in den Erdbereich. Dadurch konnte bei etwaigen widerrechtlichen Versetzungen der Grenzsteine durch die Scherben-Verunreinigung die ursprüngliche Lage des Steines auch später nachgewiesen werden", erklärte Christian Lust von ARGE Vermessung. (APA)

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