Ein Signal der Zusammenarbeit

29. Dezember 2005, 14:07
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Der EU-Lateinamerika-Gipfel wird die größte Veranstaltung in Wien

Brüssel - Die Idee, während der österreichischen EU-Präsidentschaft ein Gipfeltreffen mit den lateinamerikanischen Staaten zu machen, wurde in Wien geboren, als Benita Ferrero-Waldner noch Außenministerin war. Aber auch als EU-Außenkommissarin liefert sie die Vorgaben dafür. So hat die EU-Kommissarin gerade eine "erneuerte Lateinamerika-Strategie" vorgestellt.

Der Startschuss für die Umsetzung soll auf dem EU-Lateinamerika-Gipfel fallen, der am 11. und 12. Mai in Wien stattfindet. "Ich möchte mit dieser Strategie wichtige Substanz für den Gipfel liefern", sagte Ferrero-Waldner zum STANDARD.

Auf die Frage, was neu an dieser erneuerten Strategie sei, antwortete die EU-Kommissarin: "Nach zehn Jahren war es Zeit, eine erneuerte Strategie vorzubereiten und zwar im Vorfeld des EU-Lateinamerika-Gipfels in Wien. Davon soll ein Signal ausgehen: Wir arbeiten zusammen. Neu ist, dass über ein Netz von Abkommen zum Freihandel alle Staaten der Region einbezogen werden."

So soll das Assoziationsabkommen mit den Mercosur-Ländern in Wien beschlossen werden. Auch Abkommen mit den Andenländern und jenen Mittelamerikas werden angestrebt. Außerdem soll der politische Dialog gezielter geführt und auch das Thema Umwelt einbezogen werden. Ob das von ihr angeregte Treffen der Umweltminister auch in Österreich stattfindet, ist laut Ferrero-Waldner noch offen. "Das liegt auch an der EU-Präsidentschaft. Wichtig ist, dass es in Europa stattfindet." Der EU-Lateinamerika-Gipfel wird mit 60 Delegationen auf jeden Fall die größte Veranstaltung der Präsidentschaft. (afs/DER STANDARD, Printausgabe, 23.12.2005)

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