Tsunami: WWF warnt vor Zerstörung der Regenwälder für Wiederaufbau

30. Dezember 2005, 18:09
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Allein in Aceh etwa 900.000 Kubikmeter Schnittholz benötigt

Wien - Eine zusätzliche Gefahr für den Regenwald in den vom Tsunami betroffenen Gebieten befürchtet die Umweltstiftung World Wide Fund for Nature (WWF): Durch illegales Abholzen für den Wiederaufbau sei der Baumbestand stark bedroht, teilte die Organisation am Donnerstag in einer Aussendung mit. Schon vor dem 26. Dezember 2004 war beinahe die Hälfte der Mangrovenwälder Asiens zerstört.

Allein in der Provinz Aceh auf Sumatra werden für den Wohnbau in den nächsten fünf Jahren etwa 900.000 Kubikmeter Schnittholz benötigt, berief sich der WWF auf Schätzungen von Behörden. Werden die Engpässe bei Baumaterialien nicht durch Importe überbrückt, würde der Regenwald weiter dezimiert, fürchten die Umweltschützer. Schon zuvor seien indonesische Regenwälder drei Mal schneller abgeholzt worden, als sie nachwachsen.

Mangrovenwälder seien vor allem durch Trockenlegung für Bauland, Umwandlung zu Reisplantagen und Garnelenzuchtbetriebe bedroht. Die Sanierung der vom Tsunami zerstörten "Wellenbrecher-Bäume" und von Korallenriffen steht für den WWF bei nachhaltigem Wiederaufbau an erster Stelle. (APA)

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