Nach der "Midlife-Crisis"

22. Dezember 2005, 12:43
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Studie: Während bei Frauen der Optimismus wächst, zeigt sich bei Männern Trägheit

Wien - Vor der "Midlife-Crisis" erleben Männer in Österreich eine Zeit des Hochgefühls: 90 Prozent zwischen 30 und 39 Jahren bezeichnen sich laut einer aktuellen Umfrage des Sozialforschungsinstituts "Fessel Gfk" als Optimisten. Auch Frauen haben in diesem Alter eine positive Einstellung zum Leben (84 Prozent). Sie werden mit den Jahren immer zuversichtlicher. Bei älteren Männern lässt sich laut der Studie eine Tendenz zur Faulheit feststellen.

Beide Geschlechter durchleben als Teenager eine eher pessimistische Zeit: Nur 73 Prozent der Jugendlichen sind laut der Umfrage optimistisch. Frauen werden mit fortschreitendem Alter jedoch immer zuversichtlicher. Das positive Denken bei Männern hingegen geht nach dem "Quantensprung" in den mittleren Jahren zurück: Ab 40 bezeichnen sich nur noch zwischen 80 und 85 Prozent der Befragten als OptimistInnen.

Männer werden faul

Ab ihrem 70. Geburtstag werden viele Männer faul: Die meiste Zeit verbringen sie mit Nichtstun. Laut der Studie neigen Männer im hoch betagten Alter zu größerer Passivität, nachdem sie in jüngeren Jahren durchschnittlich neun Stunden pro Tag in den Beruf investiert haben. Auch in punkto Hobbys scheinen sie Versäumtes nachholen zu wollen: Mehr als eineinhalb Stunden widmen über 70-Jährige der Freizeit.

Frauen bleiben auf Trab

Essen und Mahlzeiten halten gleichaltrige Frauen auf Trab: Damit beschäftigen sie sich mehr als eineinhalb Stunden pro Tag. Auch Körperpflege hat einen hohen Stellenwert: Mit Anziehen und Styling verbringen ältere Damen gut eine Stunde. Für die Studie wurden 4.000 ÖsterreicherInnen ab 15 Jahren im Sommer 2005 schriftlich befragt. (APA)

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