SPÖ und FPÖ kritisieren Barroso

22. Dezember 2005, 12:36
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Broukal ortet "bodenlosen Zynismus" - FPÖ-Vize-Bundesparteiobmann Hofer: Probleme zu Gemüte führen

Wien/Eisenstadt - Kritik an den Aussagen von EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso zum Universitätszugang üben SPÖ und FPÖ. "Was hat der Zwang, in Deutschland abgewiesene Studienbewerber in Österreich zum Medizinstudium zulassen zu müssen, mit europäischer Mobilität zu tun?", fragte SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal in einer Aussendung am Donnerstag. Barroso hatte am Mittwoch die Aufhebung der Zugangsbeschränkungen für EU-Studenten an den österreichischen Unis durch den Europäischen Gerichtshofs (EuGH) verteidigt.

Als "bodenlosen Zynismus" bezeichnete Broukal die Aussage Barrosos, wonach Österreich darauf stolz sein solle, dass seine Unis so viele Ausländer anziehen. "Genau so seine Empfehlung, Österreichs Jugend solle halt ins Ausland studieren gehen, wenn sie an den heimischen Unis keinen Platz findet."

"Barroso ist nun einmal kein Österreicher, und es stünde ihm gut zu Gesicht, sich die mit der Öffnung der Universitäten verbundenen Probleme näher zu Gemüte zu führen", meinte FPÖ-Vize-Bundesparteiobmann Norbert Hofer in einer Aussendung. Es könne nicht akzeptiert werden, dass junge Österreicher keine Studienplätze finden, weil diese von deutschen Studenten bereits belegt worden seien. (APA)

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    EU-Kommissionspräsident Barroso verteidigte die Aufhebung der Zugangsbeschränkungen für EU-Studenten an den österreichischen Unis.

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