Tödlicher Rodelunfall in Tirol

23. Dezember 2005, 13:43
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Deutscher brach sich das Genick - Leiche erst nach Suchaktion entdeckt

Ein tragisches Ende hat am Mittwochabend eine Rodelpartie von deutschen Urlaubern im Skigebiet Nauders im Tiroler Bezirk Landeck genommen. Ein 28-jähriger Student geriet über den Pistenrand hinaus und prallte gegen einen vom Schnee verdeckten Baumstamm. Dabei erlitt er einen Genickbruch.

Die drei Deutschen im Alter von 32, 29 und 28 Jahren waren zum Nachtrodeln unterwegs und waren bei der "Lärchenalm" eingekehrt. Gegen 23.00 Uhr traten sie von dort auf den Leihrodeln ihre dritte Talfahrt an. Der 29-jährige und der 28-jährige Deutsche fuhren nicht auf der beleuchteten Rodelbahn, sondern entlang der geradeaus talwärts führenden unbeleuchteten Skipiste ab, während der 32-Jährige die Rodelbahn wählte.

Suchaktion

Der 29-Jährige fuhr vor seinem Freund los und stellte nach dem obersten Steilstück fest, dass dieser nicht hinter ihm nachkam. Da er sich jedoch nicht sicher war, ob dieser nicht vielleicht unbemerkt an ihm vorbeigefahren sein könnte, fuhr er bis zur Talstation der Vierersesselbahn.

Bei einer Suchaktion konnte der 28-Jährige außerhalb des rechten Pistenrandes unterhalb des obersten Steilhanges leblos aufgefunden werden. Sein Kopf steckte im Schnee des Bachbettes. Nach ersten Erhebungen dürfte er sich nach dem Abkommen über den Pistenrand überschlagen haben, mit dem Kopf gegen einen dort unter dem Schnee verborgen liegenden Baumstamm geprallt sein und sich dabei das Genick gebrochen haben. Der zum Unfallort gebrachte Sprengelarzt konnte nur mehr den Tod des Studenten feststellen. Seine Leiche wurde mit einem Pistengerät ins Tal und von dort in die Leichenkapelle Nauders gebracht. (APA)

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