New York: Busse und Bahnen fahren wieder

27. Dezember 2005, 09:15
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Streik beendet - Beschäftigte sollen während weiterer Verhandlungen wieder arbeiten - Mit Kopf des Tages

New York - Aufatmen bei Pendlern und Touristen in New York: Die Mitarbeiter des öffentlichen Nahverkehrs beendeten nach drei Tagen ihren Streik. In der Nacht auf Freitag rollten wieder erste U-Bahnen und Busse.

Unter dem wachsendem Druck von Justiz und Öffentlichkeit hatten sich die Beschäftigten am Donnerstag bereit erklärt, ihren Streik zu beenden, mit dem gegen geplante Neuregelungen bei den Renten protestieren wollten. Gelöst ist der Tarifstreit aber noch nicht.

Verhandlungen

Nach Angaben eines Vermittlers einigten sich die Gewerkschaft und die Nahverkehrsgesellschaft MTA auf weitere Verhandlungen, die 33.000 Beschäftigten sollten dafür ab der nächsten Schicht wieder arbeiten. Gouverneur George Pataki sprach am Donnerstag von einer positiven Nachricht für alle New Yorker. Er hatte die Wiederaufnahme von Gesprächen von einem Ende des Ausstands abhängig gemacht.

Streik kostete 400 Millionen Dollar

Der Streik kostete die Stadt allein am ersten Tag schätzungsweise 400 Millionen Dollar (338 Mio. Euro) an entgangenen Einnahmen, Millionen Menschen mussten nach Alternativen für still stehende Busse und Bahnen suchen. Viele Pendler bildeten Fahrgemeinschaften, andere stiegen auf das Fahrrad oder Rollschuhe um oder gingen einfach zu Fuß.

Gewerkschaft zu Geldstrafe verurteilt

Ein Richter hatte wegen des Ausstands eine Geldstrafe von einer Million Dollar (845.881 Euro) pro Tag gegen die Gewerkschaft verhängt und wollte auch eine Inhaftierung von Funktionären nicht ausschließen. Die Einigung am Donnerstag wurde wenige Minuten vor einem Gerichtstermin erzielt, bei dem drei Gewerkschaftsführer erklärten sollten, wieso sie den Streik entgegen der gerichtlichen Anordnung weiterführten.

Der erste Streik seit 25 Jahren

Ungeachtet eines Gesetzes, das ihnen Streiks verbietet, hatte die Gewerkschaft die Beschäftigten zur Arbeitsniederlegung aufgerufen, nachdem der Tarifvertrag in der vergangenen Woche ausgelaufen war. Es war der erste Streik seit 25 Jahren. (APA/AP)

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