Wohnungen am WU-Standort

20. März 2006, 20:58
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Bezirksrätin ist interessiert, Grundstückseigentümer ÖBB zurückhaltend

Wien - Während man an der Wirtschaftsuniversität (WU) noch mit der Suche nach dem Brandstifter und den anstehenden Renovierungsarbeiten beschäftigt ist, mehren sich andernorts die Spekulationen über den künftigen Standort.

Die Präferenz von Vizerektor Horst Breitenstein, ein nahe gelegenes Areal mit guter Infrastrukturanbindung für den Neubau zu suchen, scheint zumindest im 9. Bezirk, wo die Universität bislang beheimatet ist, schwierig. Bezirksrätin Martina Malyar (SPÖ) kennt am Alsergrund keine freien Grundstücke in geeigneter Größe. Und die WU benötigt durch die geplante Zusammenlegung aller vier Gebäude eine Fläche von rund 100.000 Quadratmetern.

Genau diese Fläche würde das Technische Zentrum der Bank Austria Creditanstalt am Franz-Josefs-Bahnhof bieten. Das Problem: Trotz Verkauf an den deutschen Fonds-Initiator, das Hamburger Bankhaus Wölbern, plant man dort keine Standortveränderung. Die BA-CA bleibe "langfristiger Mieter", heißt es auf Anfrage.

Bezirksrätin Malyar findet an einem anderen Szenario gefallen. Sollte das alte WU-Grundstück nach einer entsprechenden Umwidmung für die Errichtung von Wohnungen genützt werden, würde sie das - mit Einschränkungen - sehr begrüßen: "Wenn die Gemeinde dort leistbare Wohnungen für Familien errichten würde, wäre das interessant", sagt Malyar. Eigentümer des WU-Grundstücks sind nach wie vor die ÖBB. Und dort ist eine Umwidmung derzeit ebenso wenig Thema wie der im Oktober noch angestrebte Verkauf an die BIG. (DER STANDARD-Printausgabe 22.12.2005)

Karin Moser
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