EU-Mythos: Der Euro macht krank

30. Dezember 2005, 10:03
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Briten befürchten nicht nur negative Auswirkung auf die Wirtschaft, sondern auch "gesundheitliche Schäden"

Ob die gemeinsame Währung gesund für den Wirtschaftsraum Europa ist, das wird zumindest in britischen Zeitungen teilweise bezweifelt. Die Liebhaber des Pfundes sorgen sich aber nicht nur um die Beeinflussung der Ökonomie durch den Euro, sondern warnen auch vor gesundheitlichen Schäden: "Der Euro wurde für höhere Preise verantwortlich gemacht. Der viel schwerwiegendere Vorwurf ist aber: Der Euro kann Sie krank machen. Die Millionen Menschen, die nach den Münzen greifen, müssen binnen Minuten mit schuppigen Händen und Krankheiten rechnen", schrieb der britische Observer.

Dieser Vorwurf ist zwar durch die Realität widerlegt. Dennoch halten sich hartnäckig Stories über Allergien, die durch Nickel in den Ein- und Zwei-Euro-Münzen ausgelöst werden. Die EU-Kommission hat sogar medizinische Studien erstellen lassen. Das Ergebnis: Nickel ist nur im Inneren der Münzen, außerdem sind 92 Prozent der zirkulierenden Euromünzen nickelfrei. Im Übrigen ist Nickel nichts Euro-Spezifisches: Britische und amerikanische Münzen enthalten genauso Nickel wie die früheren europäischen Einzelwährungen. (eli, DER STANDARD, Print, 22.12.2005)

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