Symmetrie lässt auf "gute" Gene schließen

25. Dezember 2005, 19:00
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Studie mit 183 Probanden - "Gleichmäßig gewachsene" Männer imponieren Frauen auf der Tanzfläche mehr

London - Gerade gewachsene Männer haben in der Disco deutlich bessere Flirtchancen als Artgenossen mit einem schiefen Körperbau. Je gleichmäßiger bei einem Mann die Ellbogen, Knie, Ohren, Füße und Hände geraten sind, desto eher können sie Frauen mit ihren Bewegungen auf der Tanzfläche beeindrucken, schreiben US-Forscher im britischen Fachjournal "Nature" von diesem Donnerstag.

Hintergrund der Untersuchung ist die Annahme, dass Frauen bei der Auswahl ihres Partners symmetrisch gebaute Männer vorziehen. Gleichförmige Körperhälften zeigten ihnen unter anderem, dass der Mann gute Gene habe, länger lebe und fruchtbarer sei. Männer mit einem weniger symmetrischen Körper erscheinen ihnen dagegen schlechter für die Fortpflanzung geeignet. Männer achteten zwar ebenfalls auf eine gute Symmetrie bei Frauen - sie sei ihnen aber deutlich weniger wichtig.

Tanzstil als Symmetrie-Kriterium

Am Tanzstil des Mannes, so die Forscher der Rutgers University im US-Bundesstaat New Jersey, erkennen die Frauen wiederum, ob der Männerkörper über eine gute Symmetrie verfüge. Das sei damit begründbar, dass der Tanz in vielen Gesellschaften und auch bei anderen Lebewesen schon lange ein typisches Balzritual sei. Symmetrisch gebaute Männer bewegten sich unter anderem besser im Rhythmus und mit mehr Energie.

Für ihre Untersuchung ließen die Forscher 183 Männer und Frauen in Jamaika eine Minute lang allein zum jeweils gleichen Lied tanzen. Hinterher sahen sich Probanden die Tänzer und Tänzerinnen auf einem Bildschirm an und bewerteten sie. Dabei konnten sie nur die Bewegungen der Versuchspersonen sehen, nicht aber Attribute wie Körperbau, Kleidung und Hautfarbe. (APA/dpa)

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    Laut "Nature" schließen Frauen vom Tanz auf die Gene eines Mannes.

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