Aktienbörsen auch 2006 "bullish"

30. Dezember 2005, 15:38
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Volksbank Investmentbank geht auch für 2006 von einer anhaltend guten Performance der europäischen Aktienmärkte aus

Wien - Vor dem Hintergrund verbesserter Wachstumsaussichten in der Eurozone geht die Volksbank Investmentbank auch für 2006 von einer anhaltend guten Performance der europäischen Aktienmärkte aus. Dem ATX, dem DAX und dem Euro-Stoxx-50 wird ein Aufwärtspotenzial von etwa 10 Prozent bescheinigt. Für den Dow Jones in den USA und den japanischen Nikkei werden etwas schwächere Kurszuwächse erwartet.

Auch weltweit sieht die Volksbank Investmentbank ein robustes Wirtschaftswachstum. Begünstigt bleiben sollten Werte der klassischen Industrie und der Grundstoffindustrie (inklusive Öl und Gas). Diese hätten heuer zwar bereits zugelegt, wegen wachsender Gewinne seien sie aber noch immer günstig bewertet.

Inflationsgefahr kleiner

Die Inflationsgefahr bleibt nach Einschätzung der Volksbank Investmentbank auch im kommenden Jahr kleiner, als der hohe Ölpreis vermuten lassen würde: "Die Notenbanken werden die begonnene Straffung zwar fortsetzen, die Zinsniveaus bleiben im historischen Vergleich aber niedrig." So werde die US-Notenbank voraussichtlich noch maximal zwei Zinsschritte zu je 25 Basispunkten setzen und den Leitzins dann bei 4,75 Prozent belassen. Die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte im ersten Quartal ihren Mindestrefinanzierungssatz anheben und dann bei 2,50 Prozent belassen.

"Der Dollar bleibt noch solange gestützt bei 1,18 bis 1,20, wie die US-Notenbank die Zinsen erhöht", schreibt die Volksbank Investmentbank in einer Presseaussendung vom Mittwoch. Auf Jahressicht sollte sich der Dollar gegenüber dem Euro etwas abschwächen. Grund für diese Annahme: Der Wachstums- und Zinsvorteil dürfte allmählich verblassen und die defizitäre Leistungsbilanz wieder in den Vordergrund rücken.

Als weltweite Spitzenreiter bei der wirtschaftlichen Dynamik sehen die Volksbanker 2006 einmal mehr China und Indien mit Wachstumsraten von jeweils 8 bis 9 Prozent. Innerhalb Europas sei Zentral- und Osteuropa (CEE) die dynamischste Region mit erwarteten 4 bis 5 Prozent Wachstum im kommenden Jahr. (APA)

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