Fenz: "Ein Kind ist keine Ware"

21. Dezember 2005, 13:07
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Europarat lehnt einheitliche Regelung der Leihmutterschaft ab - FAFCE-Präsident erleichtert

Wien - "Ein Kind ist keine Ware und Mütter sind keine Brutkästen", sagt Johannes Fenz, Präsident der Föderation der Katholischen Familienverbände in Europa (FAFCE). Dass der Sozialausschuss des Europarates das Thema Leihmutterschaft am vergangenen Freitag kurzerhand von der Tagesordnung genommen hat, ist für Fenz ein "Zeichen der Vernunft und der Menschlichkeit, das unter anderem auf Initiative des österreichischen Abgeordneten Karl Donabauers gesetzt wurde".

Großbritannien, Griechenland und Russland

Der britische Abgeordnete Michael Hancock wollte dem Sozialausschuss des Europarates einen Entwurf vorlegen, der die Leihmutterschaft europaweit erlaubt. Leihmutterschaft bedeutet, dass eine fremde Frau für eine andere Frau bzw. ein anderes Paar, das selbst keine Kinder haben kann, ein Kind austrägt und nach der Geburt – meist gegen Geld - hergibt. Leihmutterschaft ist derzeit nur in Großbritannien, Griechenland und Russland möglich.

"Die Abgeordneten des Sozialausschusses haben sich aber mit deutlicher Mehrheit dafür ausgesprochen, das Thema Leihmutterschaft von der Tagesordnung zu nehmen, weil ein human, sozial und ethisch so sensibles Thema nicht so schnell und oberflächlich besprochen werden sollte", sagt FAFCE-Präsident Fenz. Wäre das Thema auf der Tagesordnung geblieben und hätte sich im Sozialausschuss des Europarates eine Mehrheit für eine europaweit einheitliche Regelung gefunden, hätte der Europarat seinen 46 Mitgliedsstaaten empfohlen, die Leihmutterschaft gesetzlich zu erlauben. (red)

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    Leihmutterschaft europaweit nicht einheitlich geregelt.
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